Dezember 8, 2021

Zwei Wunderkinder beim 16. Open de Vandoeuvre 2019 (Frankreich) – Vincent Keymer wurde Dritter

Kamera

Vandoeuvre-Echecs ist derzeit einer der größten französische Schachvereine mit fast 300 lizenzierten Spielern. Sportlich gesehen gehört er mit seinen drei Mannschaften, die auf dem höchsten nationalen Niveau spielen, zu den besten in Frankreich: in TOP12, TOP12-Frauen und TOP-Jungen. Nur zwei andere Clubs in Frankreich haben ebenfalls die „3 TOPS“ für die Saison 2019-2020.

Der Verein organisiert seit 15 Jahren jedes Jahr ein großes internationales Turnier, das im Laufe der Weihnachtsferien zum größten Turnier in Frankreich geworden ist. Es bringt über 5 Tage mehr als 300 Spieler mit zwanzig verschiedenen Nationalitäten zusammen, darunter viele Großmeister.

Vincent Keymer –  Elo 2520, DWZ 2522 Schachfreunde Deizisau

Aus deutscher Sicht war natürlich das Abschneiden des 15- jährigen Super-Talents IM Vincent Keymer interessant. Seine dritte GM-Norm erzielte er im Oktober 2019 beim Grand Swiss Tournament 2019 auf der Isle of Man, sodass ihm der Titel bei der nächsten FIDE-Versammlung verliehen werden kann.   Er wird damit der jüngste Großmeister sein, den Deutschland je hatte.

Wer dieses Turnier verfolgt hat wurde nicht enttäuscht. Vincent verlor nur gegen GM Christian Bauer (2632), den späteren Turniersieger.  Die Partie ging über 99 Züge und wurde bis zum letzten Blutstropfen ausgespielt. Die Partie danach, in Runde 7, ging ebenfalls über eine lange Distanz. Ganze 108 Züge brauchte Vincent Keymer bis er den Gegner nieder gerungen hatte. Ein schöner Arbeitssieg für Vincent.  In der 8. Runde kam es dann zu dem von allen erwarteten Duell.  Das 12- jährige Super-Talent aus Frankreich, Marc Andria Maurizzi, spielte mit den weißen Steinen gegen Vincent. Eine Ganz wichtige Partie. Sie endete remis. In der Tabelle stand jetzt Maurizzi nach Wertung vor Vincent.

Vincent musste schon in der letzten Runde gewinnen um eine Chance auf das Siegertreppchen zu wahren. Die letzte Partie gegen GM Vadim Malakhatko (2469) war an Spannung nicht zu überbieten. Vincent Keymer geriet unter Druck. Es war nicht einfach immer die richtigen Verteidigungszüge zu finden. Konnte sich aber mehr und mehr befreien, dank seines gefährlichen Freibauern, der bis nach d7 vorgerückt war und am Ende den Sieg für Keymer entschied.

Vorläufige Teilnehmerliste

Turnierseite

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