Dezember 4, 2022

Zum Abschied ein Meistertitel?

Der kommende Deutsche Meister? Der SV Hockenheim mit (von links) Ernesto Inarkiev, Blerim Kuci, Ivan Saric, Arik Braun, David Howell, Tamas Banusz, Vorstand Prof. Dr. Bernd Straub, Team-Chef Dieter Auer, David Baramidze, Rainer Buhmann, Vladimier Fedoseev, Co-Team-Chef Günter Auer. | Foto: SV Hockenheim

Der SV Hockenheim zieht aus der Schachbundesliga zurück – nicht sofort, aber zur Saison 2021/22. Zur Zentralen Runde ab dem 14. Oktober in Berlin will der Tabellenzweite antreten, womöglich mit WM-Herausforderer Ian Nepomniachtchi, der Teil des Kaders ist. In Berlin könnte sich die kuriose Konstellation ergeben, dass am Ende der längsten Saison der Bundesligageschichte eine Mannschaft Deutscher Meister wird, die der Bundesliga ab dem Moment des Titelgewinns nicht mehr angehört.

Dass der aktuelle Tabellenzweite zurückzieht, pfeifen seit Tagen die Spatzen aus dem Schachfunk. Wir haben das an dieser Stelle bislang nicht wiedergegeben, weil die Meldefrist noch bis Dienstag, 31. August, läuft. Theoretisch könnten es sich die Hockenheimer (und andere, siehe unten) bis dahin überlegen.

Nun ist der Schachclub Eppingen vorgeprescht. Auf seiner Homepage meldet der Zweitligist, Hockenheim ziehe seine Mannschaft aus der ersten wie aus der zweiten Liga zurück. 2021/22 will der erste Schach-Achter aus der Rennstadt in der Oberliga Baden antreten.

Hockenheims Rückzug kam mit Ansage. Während im Lauf der Pandemie der Vereins- und Spielbetrieb im Spiellokal Zehntscheune zum Erliegen kam, haben einige Sponsoren der Bundesligamannschaft ihre Unterstützung fürs Schach eingestellt. Schon an der Meisterschaftsrunde 2020 in Karlsruhe hatten die Hockenheimer, in Bestbesetzung ein Titelkandidat, nicht teilgenommen.

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