Dezember 2, 2021

Fünf von sieben Deutschen kamen durch / Vize-Europameister sucht Sponsoren

Mit der Vize-Europameisterschaft, 17.500 Euro Preisgeld, einem Platz im World Cup 2023, gut 22 Elo-Punkten und der Qualifikation für das Grand Swiss 2021 kehrt Vincent Keymer nach einem mehr als zweiwöchigen Island-Aufenthalt ins heimische Saulheim zurück. Nach einem Sieg in der letzten Runde über den Italiener Daniele Vocaturo (Elo 2630) beendete Keymer die Europameisterschaft punktgleich mit dem neuen Titelträger Anton Demchenko, muss aber aufgrund der etwas schlechteren Wertung mit dem zweiten Platz vorlieb nehmen.

Der zweite Platz des 16-Jährigen, nominell die Nummer 32 des 150-köpfigen Feldes, weckt Erinnerungen an seinen ersten großen Erfolg vor drei Jahren, der ihn auf dem Radar der

Sieg beim Grenke-Open 2018. | Foto: Georgios Souleidis/Grenke Chess

internationalen Spitzenschachszene erscheinen ließ.

Beim Grenke-Open 2018 war IM Keymer als Nummer 99 des Felds mit einem Elo von 2443 ins Turnier gegangen. Nach einem Schlussrundensieg über den Supergroßmeister Richard Rapport lag Keymer mit acht Punkten aus neun Partien alleine vorne – vor 49 Großmeistern.

Dieser Erfolg führte zum ersten Kräftemessen des Ausnahmetalents mit der Weltklasse. Keymer war fürs Grenke Classic 2019 qualifiziert, wo er unter anderem auf Weltmeister Magnus Carlsen traf.

2018 beim Grenke-Open spielte Keymer eine Fabel-Performance von knapp 2800, die ihm seitdem nicht wieder gelungen ist. Jetzt bei der Europameisterschaft war er mit 2750 nahe dran. Und er gewann sogar 2.500 Euro mehr Preisgeld als vor drei Jahren.

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