April 18, 2021

Drei Monate vor der Präsidenten-Wahl beim Schachbund: Vorteil Krause

Die Wahl zum DSB-Präsidenten könnte entschieden sein, bevor sie begonnen hat. Amtsinhaber Ullrich Krause ist nicht nur die Überraschung gelungen, jetzt schon vier Monate ohne Pleite, Panne und Peinlichkeit zu absolvieren. Obendrein hat er einen Zug ausgeführt, den sein Mitbewerber Christian Kuhn kaum wird parieren können: Ralph Alt soll Vizepräsident Sport werden.

Ralph Alt soll Vizepräsident Sport werden. | Foto: Wolfgang Galow

An Juristen im Rentenalter fehlt es dem organisierten Schach nicht, sie sind überrepräsentiert, aber DSB-Ehrenmitglied Alt ist unter dieser Spezies gewiss derjenige mit dem gewichtigsten Namen, zumal in der Schachfunktionärsszene. Es ist noch gar nicht lange her, da sollte Alt sogar Krause ablösen und selbst Präsident werden.

2019 war das, aber Alts Gesundheit ließ eine Kandidatur nicht zu. Statt seiner und statt dem wie immer als potenzieller Präsident genannten, aber abwinkenden Michael S. Langer stieg Badens Schachpräsident Uwe Pfenning in den Ring.

Angesichts der Personalie Alt sehen wir kollektives Nicken der Funktionärshäupter. Aus dem Funktionärsfunk hören wir, dass das bislang nicht existente Team Christian Kuhn nun entweder glänzende Personalien und Ideen präsentiert, oder die Sache sei für den Herausforderer gelaufen. Sogar auf die in der Causa Alt naheliegende Frage, ob unserer verkrusteten Schachorganisation nicht mit jungen Praktikern aus Vereinen viel mehr gedient wäre als mit Ehrenmitgliedern aus der Verwaltung, finden die Funktionäre leicht eine Antwort.

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