Dezember 8, 2021

Stichkampf in Baden bei Wien

Sie gehört unstrittig zu den Grand-Damen des deutschen Schachs und ist eine der erfolgreichsten deutschen Spielerinnen überhaupt. Mit 12 Jahren erlernte Sie das Spiel von ihrem Vater, mit 16 Jahren trat Sie dem Schachklub Mülheim-Heissen bei, mit 18 war Sie deutsche Jugendmeisterin.

Sie gewann 22 Mal die deutsche Meisterschaft der Frauen, ein bis heute einmaliger Erfolg. Bereits 1977 machte Sie international auf sich aufmerksam, als Sie 2. bei der 1. Internationalen (West-) Deutschen Meisterschaft der Frauen hinter Marta Litinskaja (UDSSR/Ukraine) wurde.

Beim Interzonenturnier in Rio de Janeiro, im Jahre 1979, wurde Sie geteilte 4. zusammen mit der eben genannten Kontrahentin. Ihre Erfolge und Titel aufzuzählen würde den Rahmen dieser Kolumne sprengen. Die meisten wissen es bereits, die Rede ist heute von Gisela Fischdick.

Infolge des geteilten 4. Platzes in Rio wurde ein Stichkampf zwischen den beiden Kontrahentinnen erforderlich, um die letzte Teilnehmerin für das Kandidatenturnier der Frauen zu ermitteln. Dieser Stichkampf fand dann im Januar 1980 in Baden-Baden statt. Nach einer 3:0 Führung, verlor Gisela Fischdick dann die nächsten 4 Partien, die letzte endete remis.

Aus diesem Stichkampf sehen wir heute die 2. Partie, in der Gisela Fischdick, ihre Gegnerin mit den schwarzen Steinen schlagen konnte.

Ich wünsche viel Spaß beim Studium der Partie.

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