Das Meisterturnier 1899 in London brachte die Creme de la Creme des damaligen Schachs an die Tische. Unter den 15 Teilnehmern fanden sich klangvolle Namen wie Pillsbury, Janowski, die Altmeister Tschigorin und Steinitz, sowie die jungen Wilden Maroczy und Schlechter. Von den Top-Spielern fehlte nur Siegbert Tarrasch, der es seit dem Turnier in Nürnberg 1896 vorzog, seinem Erzrivalen, dem amtierenden Weltmeister, aus dem Weg zu gehen.

Das Turnier begann zunächst mit 15 Teilnehmern, doch nach nur 4 Runden stieg Richard Teichmann aus. Seine nicht gespielten Partien der Hinrunde wurden als Niederlage gewertet, so dass er am Ende nur die Remisen aus den beiden ersten Runden und seinen Sieg in der dritten Runde gegen Samuel Tinsley auf seiner Habenseite verbuchen konnte.

Lasker hingegen hatte einmal mehr den für ihn typischen Start und lief dem Feld hinterher. Nach 2 Startremisen und einem Sieg verlor er gegen Blackburne im großen Stil, dies war seine einzige Niederlage im ganzen Turnier. Danach sammelt er fleißig Punkt um Punkt und gab nach dem er die Führung wieder übernommen hatte, diese nicht mehr her. Er siegte letztendlich deutlich mit 3,5 Punkten Vorsprung vor den geschlagenen Janowski, Pillsbury und Maroczy, die punktgleich auf den Plätzen zwei bis vier landeten.

Heute sehen wir Laskers Partie mit den weißen Steinen gegen Francis Joseph Lee, welcher beide Partien gegen den amtierenden Weltmeister verlor.

Ich wünsche viel Spaß beim Studium der Partie.

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