Richard Teichmann (1868 – 1925), ein studierter Philologe, machte erstmals auf sich aufmerksam, als er ein Turnier der Berliner Schachgesellschaft im Jahr 1890/1891 gewann. 1892 siedelte er nach London über, unter anderem, um dort sein Schachspiel zu verbessern.

Beim Turnier des „Simpson Divan“ im gleichen Jahr belegt er den zweiten Platz. Sein erstes internationales Turnier bestritt er 1894 in Leipzig, hier wurde er Dritter hinter Tarrasch und Lipke 1899 nahm er am Londoner Turnier teil, stieg jedoch schon nach der 4. Runde aus. 1900 gewann er das Turnier vor Blackburne, Gunsberg und Mason. Weitere Erfolge waren sein Sieg 1901 beim Turnier des Simpson-Divan, der 2. Platz im Turnier „City of London“ und sein Sieg im „Rice-Gambit-Turnier des Metropolitan Club“. Im Jahr 1908 kehrte er dann nach Deutschland zurück.

Das einzig bedeutende Turnier gewann er im Jahr 1911, als er beim Turnier in Karlsbad Spieler wie Rubinstein, Schlechter, Rotlewi, Marshall, Nimzowitsch, Aljechin etc. hinter sich ließ.

Er gewann Zweikämpfe gegen Frank Marshall, Jacques Mieses und Rudolf Spielmann. Ein Match gegen Alexander Aljechin endete unentschieden. Zu Beginn der 2. Dekade des 20. Jahrhunderts war er der stärkste deutsche Spieler nach Lasker und gehörte damit zu den besten Spielern der Welt. Aufgrund seiner Vorliebe für friedliche Remisen, wurde er sehr häufig 5. bei einem Turnier, was ihm auch den Spitznamen Richard der V. einbrachte.

Heute sehen wir eine Partie aus seinem siegreichen Turnier in Karlsbad.

Ich wünsche viel Spaß beim Studium der Partie.

Zum nachspielen der Partie bitte auf das Diagramm klicken!

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