September 18, 2021

Denkmal für eine Schach-Legende

Von MBIHund – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37733850

Mit Freude und Genugtuung dürften die schachbegeisterten Isländer, aber auch die meisten Schach(buch)freunde weltweit diese „Chess Saga of Fridrik Ólafsson“ begrüßen, die die rund 70 Jahre umspannende Schachlaufbahn von Fridrik Ólafsson erstmals für eine globale Leserschaft in Englisch darlegt.

Die Neuerscheinung basiert auf Ólafssons Partiesammlung aus dem Jahre 1976 mit lediglich 50 Partien, die in Altnorwegisch (Isländisch) verfasst war. Mit nunmehr 114 vorbildlich kommentierten Partien und vier Endspielen sowie einer reichhaltigen Bebilderung bildet das aktuelle Werk eine würdige Aufarbeitung von Ólafssons schachlichem Erbe.

Der inzwischen 86-jährige Fridrik Ólafsson (GM-Titel 1958) hat seine Schacherfolge weithin als Amateur erstritten, allenfalls zeitweilig hat man ihn als Halb-Profi erlebt. Beruflich war er als Jurist tätig (u.a. 1968-74 als Beamter in der Isländischen Abteilung für Justiz und Kirche), 21 Jahre (ab 1982) war er Generalsekretär des isländischen Parlaments „Althingi“, zudem ist er als FIDE-Präsident mit kurzer Amtszeit (1978-82) in Erinnerung – über die Hintergründe seiner Nichtwiederwahl 1982 gibt Kap. 8 Auskunft. Sein Privatleben wird im Buch nur marginal gestreift, 1962 hat er Audus Juliusdóttir geheiratet, die ihm zwei Töchter schenkte.

Aufstieg zum Weltklassespieler

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Beitragsfoto: Von MBIHund – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37733489

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