März 3, 2021

Die Bundesliga dem DSB zurückgeben? Gott bewahre!

Um sich besser vermarkten zu können, hat sich die Schachbundesliga 2007 vom Deutschen Schachbund gelöst. Gute Idee. Sie war und ist die stärkste Liga der Welt, ihre Vereine beschäftigen reihenweise Weltklassespieler und sämtliche Spitzenleute aus dem deutschsprachigen Raum. Mit so einer Marke ließe sich arbeiten, international sogar. Es müsste sie nur jemand so präsentieren, dass Sponsoren sehen, wie attraktiv sie ist.

Nehmen wir an, zwölf Jahre nach der Trennung vom DSB wäre zur Saison 2019/20 ein potenzieller Sponsor aufgetaucht, um mit der Liga zusammenzuarbeiten. Bevor so ein Sponsor die Schatulle öffnet, will er wissen, was er für sein Geld bekommt. Darum fragt er nach Kennzahlen, an denen sich Reichweite und Fan-Engagement der Schachbundesliga ablesen lassen, nach Kanälen, die sie bedient, und Zielgruppen, die sie erreicht.

Niemand kann seine Fragen beantworten, ja, es ist nicht einmal jemand zuständig, den solche fundamentalen Dinge interessieren. Der Posten des Marketingvorstands der Liga ist unbesetzt. Also schaut unser Sponsor selbst hin – und stellt als erstes fest, dass die stärkste Liga der Welt binnen zwölf Jahren kaum 500 Twitter-Follower und kaum 1700 Facebook-Fans hinter sich versammelt hat.

Die Sponsoren und Unterstützer der ersten polnischen Liga, der „Ekstraliga“, die zeigt, was möglich ist, wenn sich eine Bundesliga als Gemeinschaftsprojekt versteht.

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