Februar 28, 2021

Warum denken Großmeister so viel nach?‎

Anish Giri in Gedanken versunken. Foto: Maria Emelianova

Kurniadigautama„Hallo IM Silman, ich hoffe, es geht Dir gut, egal wo Du bist und was Du gerade machst. Ich habe eine einfache, aber ziemlich verwirrende Frage. Warum nehmen Großmeister immer mehr Zeit in Anspruch als nötig, um einen Zug in einer Eröffnung zu spielen? Ich weiß, dass sie versuchen könnten, es Vorbereitung zu nennen, die Schwäche ihres Gegners herauszufinden, Probleme aufzuwerfen und so weiter. Aber einige sind (für mich persönlich) geradezu lächerlich.

Im nachstehenden Beispiel dachte Schwarz [GM David Anton Guijarro] fast 12 Minuten über den Zug …b5 nach!”

JS: Es sieht zwar so aus, als ob …b5 ein einfacher Zug wäre, aber es gibt viele Dinge, über die Schwarz hier nachgedacht haben könnte:

  • Hat mein Gegner diese Stellung schon mal auf dem Brett gehabt?
  • Habe ich in dieser Stellung schon mal gewonnen oder verloren?
  • Vielleicht hat er aber auch einfach “ein Gespenst” gesehen und sich vergewissert, dass …b5 kein Fehler ist.

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