Januar 25, 2021

Kaffee mit… Noël Studer, Schachprofi

Noël Studer

Die grosse Brille sei hoffentlich das Einzige, was dem Klischee eines Schachspielers entspreche, grinst Noël Studer. Wenn es um seinen Sport geht, fehlt es dem 23-jährigen Grossmeister weder an Worten noch an Emotionen. Was in der Colonial Bar in Bern schnell deutlich wird: Die Welt der Schachprofis ist ein hartes Pflaster.

Zwanzig Stunden trainiert Studer die Woche und bestreitet zwischen neunzig und hundert Wettkampftage im Jahr. Auf die Frage, wie er Resultate überhaupt verarbeiten könne, wenn er fast jeden dritten Tag eine Höchstleistung abrufen müsse, entgegnet er, dass es schwieriger sei, mit den Resultaten von Partien innerhalb eines Turniers umzugehen.

«Es ist nicht wie im Tennis. Wenn du beim US-Open einen Match verhaust, bist du draussen. Beim Schach spielst du alle Partien des Turniers. Es geht immer noch um Weltrangpunkte.» Da sei es enorm schwierig, den Fokus zu behalten. «Ich versuche dann, mich auf meine langfristigen Ziele zu konzentrieren», sagt er, nimmt einen Schluck Eistee und rutscht auf dem Barhocker zurecht.

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