Gens una sumus? Nicht im Schach960

Am Brett hat Hans-Walter Schmitt, Elo 2071, selten für Aufsehen gesorgt. Und doch ist er einer der besten Köpfe des deutschen Schachs, der beste womöglich.

Ob WM-Kampf, Großmeisterturnier oder Kindertraining: Was Schmitt organisiert, das funktioniert, und wen er fördert, der gewinnt. In fast drei Dekaden als Schach-Macher lag Schmitt nur ein Mal daneben. Nicht in der Sache, Schach960 ist das Schach der Zukunft, aber Schmitt war seiner Zeit voraus, und er hatte den falschen Ansatz gewählt.

Hans-Walter Schmitt, die zentrale Figur beim Chess Classic in Mainz ebenso wie im Team des damaligen Weltmeisters Visvanathan Anand. Wer genau hinschaut, sieht, dass schon 2008 eine Firma Grenke mit im Boot saß. Die organisiert jetzt ihre eigene Chess Classic in Karlsruhe, Hans-Walter Schmitt berät. (Foto: Chess Classic)

In erster Linie unter Amateuren wollte Schmitt vor 20 Jahren Schach960 groß machen, aber deren Begeisterung zu wecken, erwies sich als zähe Angelegenheit. Es fehlten die dauerhaft 960 spielenden Zugpferde, denen das Schachvolk nacheifert.

Heute gibt es diese Zugpferde. Das Spiel ist auf dem Sprung, sich zu etablieren, und es zeigt sich, dass in erster Linie die Spitzenprofis dem neuen Spiel zugetan sind. Das strahlt auf die Hobby-Ebene aus: Zuerst müssen Carlsen&Co. regelmäßig 960 spielen, dann folgt ihnen der gemeine Vereinsmeier. Andersherum geht es nicht.

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