November 30, 2021

Team-EM Runde 6: FIDE-Regeln verhindern Sieg der Frauen in Endspiel-Drama

Hanna Marie Klek

Bei der Team-EM im slowenischen Terme Catez überschlugen sich am heutigen Tag die Ereignisse. Während sich die Männer gegen die slowenische Jugendtruppe mit 4:0 eindrucksvoll zurückmeldeten, wurde bei den Frauen größter Kampfgeist nicht belohnt: Die tragische Heldin war Hanna Marie Klek, die von der 50-Züge-Regel einen Zug vorm Matt ausgebremst wurde! Dadurch spielten die Frauen unter Bundestrainer Yuri Yakovich 2:2 gegen Ungarn. Sportdirektor Kevin Högy berichtet:

Männer
Im Fußball sagt man gern, dass es in Deutschland über 80 Millionen Bundestrainer gibt. Im Schach ist das vermutlich ähnlich – insbesondere dann, wenn es nicht so läuft, wie sich das die Fans an den heimischen Bildschirmen wünschen. Nachdem in Runde 5 die deutschen Herren eine 1,5:2,5 Niederlage gegen die nominellen Underdogs aus Rumänien quittieren mussten, fragten sich Einige: Wird das ein gebrauchtes Turnier oder schlagen unsere Jungs zurück?

Sie schlugen zurück. Und wie! Der heutige Gegner hieß Slowenien 2. Wer denkt, eine zweite Mannschaft klingt nach einer leichten Aufgabe, möge sich doch bitte einmal bei Slowenien 1 erkundigen – die erste slowenische Mannschaft hatte nämlich in Runde 5 gegen die eigene zweite „Nachwuchs“-Truppe mit 1,5:2,5 den Kürzeren gezogen! Deutschland war also gewarnt. Was dann aber geschah, war eine eindrucksvolle Demonstration schachlicher Klasse.

Den Beginn machte Matthias Blübaum am dritten Brett. Der Lemgoer hatte in diesem Turnier bereits einige gute Stellungen, dann aber bei der Verwertung selten Caissa an seiner Seite. Doch mit dem heutigen Tag scheint vielleicht der Flow zurückzukommen. Gegen seinen jungen Kontrahenten war bereits nach 26 Zügen Schluss, da Matt oder entscheidender Materialverlust nicht mehr zu verhindern war. Wie sich Erleichterung anhört, könnt ihr hier erleben:

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