September 18, 2021

EM Reykjavik: Fünf Deutsche qualifizieren sich für den Weltcup

Die Europameisterschaft in Reykjavik (Island) wurde gestern beendet. Für die deutsche Delegation mit sieben Großmeistern, zahlreichen Kaderspielern und einigen Amateuren war die

Meisterschaft recht erfolgreich. Fünf Spieler kamen auf einem der ersten 23 Plätze ein, die die Qualifikation für den Weltcup bedeuteten: Vincent Keymer, Niclas Huschenbeth, Matthias Blübaum,

Alexey Sarana (Bronze), Anton Demchenko (Gold), Vincent Keymer (Silber)

Daniel Fridman und Rasmus Svane. Der mit Abstand erfolgreichste dieser fünf Spieler war der jüngste: Vincent Keymer. Der 16-Jährige ließ sich von der Niederlage in Runde drei gegen den späteren EM-Dritten Alexey Sarana (Russland) nicht entmutigen und begann das Feld von hinten aufzurollen.

Von Brett 28 in Runde vier arbeitete er sich langsam nach oben. In der siebten Runde trennte er sich von Hovhannes Gabuzyan (Armenien) remis. Gabuzyan war bis zu diesem Zeitpunkt einer der prägenden Spieler der Europameisterschaft. In Runde drei bezwang er z.B. Daniel Fridman.

Nach dem Sieg in Runde acht gegen den früheren 2700er David Navara (Tschechien) kam für Vincent Keymer sogar der Turniersieg in Reichweite. Nach dem folgenden Unentschieden gegen Rauf Mamedov (Aserbaidschan) saß er dem mit einem halben Punkt Vorsprung führenden Anton Demchenko (Russland) gegenüber.

Er spielte den späteren Europameister mit Schwarz an die Wand und stand dicht vor dem Sieg und der alleinigen Führung im Turnier. Doch Demchenko lächelte die Glücksgöttin zu und er konnte sich ins Remis retten.

In der letzten Runde gegen Daniele Vocaturo (Italien) sah alles nach einer Punkteteilung aus. Es kam anders. Vocaturo nahm den gegnerischen Freibauern nicht besonders ernst und Keymer stand plötzlich auf Gewinn. Nach einigen präzisen Zügen des 16-Jährigen mußte der Italiener aufgeben. Damit war die Silbermedaille sicher und vom neuen Europameister trennte ihn nur ein Hauch.

Von den weiteren deutschen Leistungen sind besonders die von Niclas HuschenbethSpartak Grigorian und Svenja Butenandt hervorzuheben. Die 17-jährige DC-Kaderspielerin krönte ihre EM-Teilnahme mit zwei Siegen zum Schluß, darunter gegen einen deutlich stärkeren FIDE-Meister. Mit hervorragenden 5½ aus 11 belegte sie den dritten Platz in der Frauenwertung hinter WGM Alexandra Maltsevskaya (Russland) und WIM Tea Gueci (Italien.

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