Juni 15, 2021

CORONA-KONFERENZ DES DSB UND DER LANDESVERBÄNDE

Die COVID-19-Pandemie verhindert nach wie vor einen Spielbetrieb und auch die Vereinsheime sind und bleiben geschlossen. Im Unterschied zu praktisch allen anderen Sportarten gibt es für Schachspieler allerdings vielfältige Möglichkeiten, auf den diversen Schach-Servern ihre Sportart auszuüben. Die Zugriffszahlen der Online-Anbieter sind enorm gestiegen und die Anzahl der Bestellungen bei den Schachhändlern auch. Dazu kommt noch die außerordentlich erfolgreiche Netflix-Serie „Damengambit“, die das Interesse am Schachsport zusätzlich unterstützt. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass es in dieser eigentlich schachfreien Zeit einen regelrechten Schachboom gibt.

Wenn im Laufe des Jahres der Spiel- und der Vereinsbetrieb wieder aufgenommen werden können, sollte es das oberste Ziel sein, diesen Schachboom in die Vereine hineinzutragen. Die Vereine müssen in den kommenden Monaten deshalb zwei Dinge tun: Sie müssen die vielen Schachinteressierten auf sich aufmerksam machen und sie müssen in der Lage sein, diesen Neulingen etwas zu bieten, wenn sie beim Vereinsabend erscheinen.

Das DSB-Präsidium hatte am 17. Januar 2021 alle Landesverbände und alle Referenten zu einer zweistündigen Corona-Konferenz eingeladen, um diese drei Fragen zu beantworten:

1) Wo stehen wir heute?

2) Wie können wir unseren Vereinen helfen?

3) Wie können wir unsere Vereine in die Lage versetzen, mit dem hoffentlich zu erwartendem Ansturm der vielen neuen Mitglieder umzugehen?

In der ersten Hälfte der Konferenz ging es um die Ausgangslage, also um Mitgliederzahlen, Finanzen und den (digitalen und analogen) Spielbetrieb. Die entsprechenden Informationen kann man den unten angehängten Dateien entnehmen.

Nach einer kurzen Pause gab es dann eine einstündige, sehr lebhafte und konstruktive Diskussion darüber, wie den Vereinen geholfen werden kann. Am Ende bestand Einigkeit darüber, dass aus der Vielzahl der im zweiten Teil der Konferenz entwickelten Ideen die besten ausgewählt und weiterverfolgt werden sollen. Dazu wird es eine Online-Umfrage geben, bei der die Ideen durch die Teilnehmer priorisiert werden können. Wichtigste Erkenntnis der Konferenz: Der DSB (Präsidium und Referenten) und alle Landesverbände müssen gemeinsam diese Herkules-Aufgabe in Angriff nehmen, damit der digitale Schachboom auch in den Vereinen ankommt. Der Dialog wird bei der nächsten Videokonferenz in vier Wochen fortgesetzt. Angedacht sind auch öffentliche Videokonferenzen für die Vereine, bei denen Beispiele für eine erfolgreiche Mitgliederwerbung präsentiert werden und bei denen auch darüber gesprochen wird, wie man mit erwachsenen Neulingen umgehen sollte.

Ullrich Krause
DSB-Präsident

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