Januar 17, 2021

Drei Medaillen, eine Taktik-Nachlese

Nachdem Georg Meier im Viertelfinale der Blitzschach-EM ausgeschieden war, setzte er einige Hoffnung auf seinen Kollegen Matthias Blübaum, den einzigen im Feld verbliebenen Deutschen. Meier aktivierte seinen Twitch-Kanal, kommentierte Blübaums Halbfinale live und prognostizierte, dass Blübaum Alexei Shirov schlagen und dann ein knappes Finale mit dem tschechischen Weltklassemann David Navara ausfechten würde.

Dazu kam es leider nicht. Blübaum verlor knapp gegen Shirov, darf sich aber immerhin an einer EM-Bronzemedaille erfreuen – nicht der einzige Erfolg am Super-Schachwochenende vor Weihnachten. Überstrahlt wird Blübaums Bronze noch vom Gold, das sich Frederik Svane bei der U16-Weltmeisterschaft sicherte.

Und da war, weniger beachtet, noch eine Goldmedaille. Beim Europäischen Club-Cup der Frauen war es für den Beobachter der Finalrunde gar nicht so klar, zu wem er oder sie nun halten soll. Im Rennen war eine Frauschaft mit einer deutschen Spielerin in ihren Reihen, Elisabeth Pähtz/Monte Carlo, sowie eine Vertretung eines deutschen Vereins, die Damen des SK Schwäbisch Hall.

Monte Carlo mit Pähtz gewann Gold, die Mannschaft aus dem Fürstentum unterlag nur Schwäbisch Hall. Deren Vertretung musste trotz dieses Sieges mit dem zehnten Platz Vorlieb nehmen, erfreute sich aber am zweiten Brettpreis für Karina Ambartsumova, die als Ersatzspielerin fünf Punkte aus sieben Partien sammelte.

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