Deutsche Senioren-Meisterschaft in Magdeburg (1.-9. Mai 2020)

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  1. Oh weh, die deutsche Seniorenmeisterschaft?? Da ich so gerne jedes beliebige Alibi für eine Berlin-Reise missbrauche, hatte ich mich Anfang Dezember schon so gefreut, als ich endlich für die letzte April-Woche 2020 den Flix-Train von Stuttgart nach Berlin zu diesen bekloppten Preisen buchen konnte: 9,99 € für mich plus 9,00 € für mein Fahrrad. Nach dem jüngsten Spieltag in der Frauen-Bundesliga wird es ja für meine Schwäbisch-Haller Freunde wieder richtig spannend bei den drei Schlussrunden der Bundesligen in Berlin, nach dem Grenke Osterturnier sicher das beste Schachereignis auf deutschen Boden.

    Doch der erste Wermutstropfen folgte sogleich. Will ich in Magdeburg dabei sein, so muss ich mich schon am Freitagmorgen von Berlin verabschieden und Richtung Magdeburg reisen, nach nur einer von drei Schlussrunden in Berlin. Na, ja, einmal Schachgipfel in Magdeburg sollte man vielleicht mal erlebt haben!? Schade, so muss SHA die Frauenliga gewinnen mit einem Fan weniger.

    Aber nun kommt W-Tropfen Nr. 2. Das bessere Seniorenturnier mit dem viel besseren Austragungsort findet unmittelbar davor statt, wie ich zu meinem Schrecken gerade erfahren habe! Die europäische Senioren-Einzelmeisterschaft in Polen an einem genialen Ort an der Ostsee unmittelbar am Badestrand. Jastrzebia Gora (Habichtsberg). Der knapp nördlichste Punkt Polens bietet ein wunderbares Seebad und das im Gegensatz zu den meisten anderen FIDE-Events zu erschwinglichen Kosten. Beneidenswert die Senioren, die sich erlauben können von Turnier zu Turnier zu reisen. Bei mir als semi-prekärem 40-Wochenstunden Malocher geht das ja schon mangels Urlaub nicht. Was nun? Polnische Ostsee oder Magdeburger Gipfelerlebnisse? Guter Rat ist teuer.