März 2, 2024

Doppelkopf und Dampflok: Der Rentnerclub im RuhrpottExpress

Hömma, ich muss euch wat erzählen, wat hier im RuhrpottExpress so abgeht. Da trifft sich nämlich ’ne illustre Rentnertruppe, um Doppelkopf zu zocken und dabei ’n bisschen über die gute alte Zeit zu schnacken. Wir sind zwar keine Schachmeister wie die CityCenter-Truppe, aber wir haben unseren ganz eigenen Stil.

Angeführt wird die Runde von Opa Heinrich, ’nem echten Kumpeltyp. Der is mit seinem grauen Vollbart und der alten Mütze schwer zu übersehen. Wir nennen ihn liebevoll „Doppelkopf-Heini“. Der hat mehr Doppelkopf in seinen Adern als Blut, und sein Grinsen, wenn er ’ne Fuchstour spielt, is Gold wert.

Dann haben wir noch Gisela, die Dame mit der Schippe. Die kann mit ihren 80 Jahren ’nen Kreuz-Bube legen wie keine andere. Sie erzählt gern von den Tagen, als sie noch ’ne Schaffnerin bei der Deutschen Bahn war und mit den alten Dampfloks durchs Ruhrgebiet dampfte.

Peter, der ehemalige Bergmann, is auch dabei. Der hat zwar ’nen Herz aus Kohle, aber beim Doppelkopf haut der richtig auf den Tisch. Seine Sprüche sind so trocken wie der Staub in den alten Zechen.

Eines Tages kam Opa Heinrich mit der Idee, ’nen Rentnerclub im RuhrpottExpress zu gründen. Die Bahn ist unser Wohnzimmer, und da sitzen wir jetzt regelmäßig, spielen Doppelkopf, schnacken über die gute alte Zechenzeit und lassen den Pott wieder aufleben.

Wir haben unsere ganz eigenen Regeln. Wer ’ne Herz-Zehn fängt, erzählt ’ne Geschichte aus seiner Jugend. Wenn einer ’nen Stich vergisst, muss er ’ne Runde Currywurst ausgeben. Und wenn Gisela ’ne Solo spielt, gibt’s ’nen extra Schluck Pils.

Die anderen Zugfahrer gucken manchmal komisch, wenn sie sehen, wie wir im Abteil sitzen und lachen. Aber wir stört dat nich. Wir sind der Rentnerclub im RuhrpottExpress, und hier wird nicht nur Doppelkopf gespielt, sondern auch gelebt. Wat ’ne Truppe, wat ’ne Zeit – dat is Ruhrpott pur!

So, ich muss mal wieder die Karten mischen. Bis zum nächsten Halt im RuhrpottExpress!