August 18, 2022

Schacholympiade Tag 6: Männer gewinnen Krimi gegen Italien, Frauen verlieren gegen Israel

Die sechste Runde der Schacholympiade hat den deutschen Teams Licht und Schatten gebracht. Die gegen Israel favorisierten Frauen sahen sich über die ersten zwei, drei

Der italienische Teamcaptain Loek van Wely begutachtet das Endspiel zwischen Rasmus Svane (links) und Lorenzo Lodici.

Stunden des Mannschaftskampfes auf der Siegerstraße, mussten dann aber doch eine 1:3 Niederlage quittieren. Auch bei den Männern lief es nicht wie geplant gegen aufopferungsvoll kämpfende Italiener. Die von Kapitän Jan Gustafsson trainierte Mannschaft gewann nach einem knapp sechs Stunden dauernden Krimi schlussendlich noch glücklich mit 2,5:1,5, obwohl zwischenzeitlich sogar eine Mannschaftsniederlage im Rahmen des Möglichen gewesen wäre.

Frauen

Bundestrainer Yuri Yakovich schickte das Aufgebot Elisabeth Pähtz, Hanna Marie Klek sowie die beiden 100%-Spielerinnen Dinara Wagner (4/4) und Jana Schneider (5/5) in den Wettkampf gegen die israelischen Frauen rund um die bekannte Schachreporterin Dina Belenkaya. Und schon frühzeitig schien sich abzuzeichnen, dass alles nach Plan laufen würde. Zwar stand Dinara bedenklich, aber dafür hatten Elisabeth und Hanna Marie gute bis gewinnträchtige Stellungen auf den Brettern. Dann überschlugen sich die Ereignisse, nachdem die ruhige Partie von Jana Schneider mit einer Punkteteilung endete.

Hanna Marie erarbeitete sich nach und nach eine gute Stellung. Erst konnte sie ihrer Gegnerin einen Bauern abnehmen, dann auch noch ihre Figuren auf zentralere Felder stellen. Das Unglück geschah bei einem vermeintlich starken Zwischenzug: Statt den Vorteil noch weiter auszubauen, konnte Hanna Maries Gegnerin mit einem überraschenden Damenzug an den Rand des Brettes auf der Stelle Figur und Partie gewinnen!

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