Juli 1, 2022

Basler Schachfestival in Riehen: sieben Spieler mit 4½ aus 5 – darunter Thadeus Frei als bester Schweizer

Der ukrainische IM Li Min Peng gewann das Open des Basler Schachfestivals vor sechs punktgleichen Spielern.

Markus Angst – Beim von insgesamt 218 Spieler(inne)n bestrittenen Basler Schachfestival im «Landgasthof» in Riehen war das Open erwartungsgemäss eine enge Kiste.

Bei 154 Teilnehmern und nur fünf Runden wäre es theoretisch sogar möglich gewesen, dass zwei Spieler mit dem Punktemaximum hätten dastehen können. Soweit kam es zwar nicht – dafür wiesen gleich die sieben bestplatzierten Spieler 4½ Punkte auf. Darunter befanden sich mit Thadeus Frei (4.) und Christoph Rohrer (5.) auch zwei Schweizer.

Thadeus Frei war der Überraschungsmann des Turniers. Der in Basel wohnhafte 28-jährige schweizerisch-amerikanische Doppelbürger, der für den Schachklub Trümmerfeld spielt und beim Weltschachbund FIDE für die USA gemeldet ist, war als Startnummer 35 mit 1957 ELO gestartet. Mit Moritz Valentin Collin (2133) und Tino Kornitzky (2145) schlug er in den beiden letzten Runden zwei deutlich stärkere Gegner, gewann 72 ELO-Punkte und erzielte eine Performance von 2684.

Der als Nummer 7 gestartete 23-jährige Christophe Rohrer (St-Imier) gab einzig gegen den ukrainischen Turniersieger IM Li Min Peng ein Remis ab.

Ebenfalls einen weiten Sprung nach vorne (von 41 auf 12) machte Steve Papaux. Der 15-jährige Yverdoner totalisierte 4 Punkte und verlor einzig gegen Li Min Peng.

In der Kategorie Rising für Spieler(innen) mit weniger als 1550 ELO-Punkten verpasste Vernmulyadeep Mallipudi als Vierter das Podest nur knapp. Der zwölfjährige Kleindöttinger blieb ungeschlagen und wies ebenso 5 Punkte aus sechs Runden auf wie die beiden vor ihm liegenden Alexander Ghisa (Be) und Bayastan Sydykow (Kir). Der tschechische Sieger Jan Bara, gegen den Vernmulyadeep Mallipudi in der Schlussrunde remisierte, holte als Einziger der 64 Teilnehmer 5½ Punkte.

Ascona: Tobias Wenner (D) vor Raphael Gut (Hochdorf/LU)
Obwohl das mit 40 Teilnehmer(inne)n ausgebuchte Amateur-Open in Ascona über sieben Runden führte, gab es auch bei diesem traditionellen Turnier einen äusserst knappen Einlauf. Die zehn Erstplatzierten waren nur gerade durch einen Punkt getrennt.

Der 5½ Punkte aufweisende 13-jährige Raphael Gut (Hochdorf/LU) verpasste den Sieg nur wegen der um einen Zähler schlechteren Buchholz-Wertung gegenüber dem 49 Jahre älteren deutschen Senior Tobias Wenner. Der für Die Schulschachprofis spielende und als Nummer 27 gestartete Innerschweizer Junior verlor in der 2. Runde gegen Joachim Kornrumpf (D/17.) und remisierte in der Schlussrunde gegen den Turniersieger (Nummer 5). Tobias Wenner seinerseits spielte auch noch unentschieden gegen Anton Hardt (D/18.) sowie den als Nummer 16 gestarteten und auf Rang 4 landenden 15-jährigen Shir Shatil (Corsier-sur-Vevey).

Ebenfalls auf 5½ Punkte kam als Drittplatzierter der topgesetzte FM Patrik Hugentobler (Volketswil). Der Schweizer Seniorenmeister von 2016 remisierte ebenfalls drei Mal – gegen Noé Python (La Tour-de-Trême/16.), Shir Shatil und Kerim Karakol (D/5.).

Neben Raphael Gut und Shir Shatil klassierten sich mit Matthias Mattenberger (Emmenbrücke/6. als Nummer 13) und Or Shatil (Corsier-sur-Vevey/10. als Nummer 26) zwei weitere Nachwuchsspieler(innen) in den Top Ten.

Hier (http://chess-results.com/tnr569236.aspx?lan=0) finden Sie die Open-Resultate von Riehen.

 Hier (http://chess-results.com/tnr571445.aspx?lan=0&art=0&flag=30) finden Sie die Rising-Resultate von Riehen.

 Hier (http://chess-results.com/tnr600419.aspx?lan=0&art=0) finden Sie die Resultate von Ascona.

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