Dezember 3, 2021

Kurzinterview mit dem neuen Vizepräsidenten Finanzen Lutz Rott-Ebbinghaus

 

Auf dem außerordentlichen Bundeskongress am 9. Oktober in Magdeburg wurde Lutz Rott-Ebbinghaus als neuer Vizepräsident Finanzen in das Präsidium des Deutschen Schachbundes gewählt. Wir haben nachgefragt: Was ist seine Motivation, was möchte er anpacken und was bereitet ihm beim Schach eigentlich die größte Freude?

Dein letztes Ehrenamt im Schach war von 1981 bis 1987 der Vorsitz der Deutschen Schachjugend. Was war Deine Motivation, nach 34 Jahren erneut Verantwortung im deutschen Schach sowie konkret als Vizepräsident Finanzen zu übernehmen?

Nachdem mich neue berufliche Herausforderungen im Jahre 1987 zwangen, alle schachlichen Ehrenämter aufzugeben, habe ich die Schachwelt, und damit auch den DSB, nur als eifriger Beobachter von außen betrachtet.

Während der Pandemie habe ich mich dann wieder intensiver mit dem Schach befasst und festgestellt, dass die Begeisterung für dieses Spiel auch nach so vielen Jahren bei mir nicht verloren gegangen ist.

Als ich dann auf der Internetseite des DSB die Ausschreibung für den ‚Vizepräsidenten Finanzen‘ las, keimte in mir der Gedanke, ob ich mit der langjährigen Berufserfahrung im Bankensektor (Controlling, Marketing, Risikomanagement) sowie mit den Erfahrungen aus der früheren ehrenamtlichen Tätigkeit in DSB und DSJ ein geeigneter Kandidat für dieses verantwortungsvolle Amt sein könnte.

Ein wichtiger Aspekt für meine Kandidatur war das vorliegende Verbandsprogramm, dass für den Zeitraum bis 2027 für alle Betätigungsbereiche des DSB ehrgeizige Visionen formuliert. An der Verwirklichung dieser mitzuarbeiten, erschien mit eine herausfordernde und interessante Aufgabe zu sein.

Was sind Themen und Aspekte, die Dir in deiner Amtsführung grundsätzlich wichtig sind?

Die Vision für den Bereich Finanzen sieht vor, dauerhaft alle Verpflichtungen und Aktivitäten aus eigenen Mitteln zu bestreiten, d.h. unabhängig von Fördermitteln der öffentlichen Hand.

Dies ist ein ambitioniertes, langfristiges Ziel. Hierfür bedarf es z. B. der Aufstellung eines Investitionsplanes, an dem sich die mittel- und langfristige Etatplanung ausrichtet.

Worauf wird Dein Fokus in der Anfangszeit liegen? Was sind Deine Pläne für die ersten 100 Tage im Amt?

Natürlich wird mein Augenmerk der ersten Zeit auf das Kennenlernen aller finanztechnischen Prozesse im DSB liegen. Hierbei bin ich der tatkräftigen und sachkundigen Unterstützung der Mitarbeiter der Geschäftsstelle sicher.

Aktuelle Themen sind

– die finanziellen Auswirkungen der Pandemie (Mitgliederentwicklung, steigende Inflation etc.) auf die Etats des DSB zu beobachten.

– die neue organisatorische Struktur zwischen DSB und DSJ sowie die damit verbundenen Vereinbarungen mit konstruktiven Leben zu füllen. Ein vertrauensvolles Miteinander von DSB und DSJ ist für die gemeinsamen Ziele unabdingbar.

Was bereitet Dir beim Schach die größte Freude?

Mit 14 erlebte ich meinen ersten Vereinsabend bei der Solinger Schachgesellschaft 1868 und war fasziniert von der Möglichkeit mich bereits als Schüler mit Spielern aller Altersstufen messen zu können. Dieses Miteinander aller Generationen und der dabei entstehende gegenseitige Respekt  beeindruckt mich bis heute.

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