Deutscher Schachbund auf Erfolgsspur

3 Antworten

  1. Karlinger sagt:

    Diese Alibi-Freude von Ralf ist ziemlich durchsichtig. Zusammengefasst will er den jetzigen Übererfolg der DSAM darauf begründen, dass das jetzige Team viel mehr Möglichkeiten hat, als das alte Team. Ich selbst habe schon einige Turniere durchgeführt und es ist wahrlich kein Hexenwerk. Aber was dem Einen leicht fällt ist für den anderen schwere Arbeit.

    Gleichzeitig wird die GM-Analyse nach den Partien bei der DSAM absolut überbewertet. Nur ein Bruchteil nimmt diese Möglichkeit bei der DSAM war. Den jetzigen Erfolg darauf zu begründen, ist schlicht lächerlich. Frei nach dem Motto: “Hätten wir auch diese Möglichkeit gehabt, wären wir auch erfolgreich gewesen.”

    Soweit ich weiß, hat vom Team Jordan aber nie auch nur eine Anfrage einen GM erreicht, in der um ein Simultan oder eine Analyse-Option gebeten wurde. Wenn man natürlich beim abendlichen Saufgelage einfach nur abwinkt und sagt das dies zu teuer sei, ohne ernsthaft nachgefragt zu haben, ist das Scheitern vorprogrammiert.

    Jeder im Team Jordan dachte, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und hielt unermüdlich an seiner eigenen Meinung fest. Der Text von Mulde zeigt sehr schön, dass dieser Hochmut noch immer nicht überwunden ist.

  2. Ralf Mulde sagt:

    Eine “Alibi-Freude”? Was soll d a s denn sein? Etwa so etwas wie der gleich darauf im Text folgende “Übererfolg”? Und “Saufgelage?” Hm. Zumindest ich bin vor rund 30 Jahren Guttempler geworden. https://de.wikipedia.org/wiki/Guttempler Wir trinken keinen Alkohol. Nie. Wir bieten Suchtberatung an, weltweit. Und wieso “Hochmut”? Das ist Superbia oder Hybris. Eine der sieben Todsünden. Huch, tut sich jetzt etwa gleich vor mir der Boden auf?

    Es drängt sich der Gedanke auf, dass Sie meinen Text vor Ihrer “Antwort” gegen ein Uhr nachts gar nicht erst gelesen, ihn zumindest nicht verstanden haben (wollten), obwohl wir uns doch nahe zu stehen scheinen – Ihr (!) Gebrauch des vertrauten “Du” weist den Leser darauf hin. Ich legte gestern meinen Text einigen Schachfreunden vor und jeder sagte: Ralf, dass Du den DSB da so sehr l o b s t, ist bei all Deiner vorigen Skepsis ein feiner Zug von Dir (ja, die dürfen mich wirklich duzen).

    Also, damit nun sogar Sie es verstehen:
    Ich finde das, was der DSB in kürzester Frist auf die Beine gestellt hat, einfach großartig!
    An keiner Stelle habe ich etwas Anderes gesagt. Macht Sie der bevorstehende Kongress in Leipzig schon unruhig? Lesen muss man allerdings, bevor man loslegt …

    Das gilt auch für die Textstelle, in der ich mich ehrlich darüber freute, dass “die Großmeister” nun der Veranstaltung helfen. Sie formulierten: “Gleichzeitig wird die GM-Analyse nach den Partien bei der DSAM absolut überbewertet.” Einverstanden. Sehe ich auch so. Dass die Spieler die GM erleben dürfen, ist toll, erklärt aber den neuerlichen DSAM-Erfolg noch nicht. Genau das hatte ich gesagt.

    Ich rate einfach drauf los: Möglich wäre, dass diese Hotelkette, kalkulatorisch vom Jordan-Bonus befreit, ein verbesertes Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten konnte; dass die Termine geschickter gewählt werden konnten (die immer abhängig von den Vakanzen der Hotels und der Terminierung der DSB-Ligen sind); dass die realen Spielorte (wir wissen jetzt, dass sich z.B. Halle viel zu weit außerhalb der Stadt Halle befand – nebenbei gesagt, auch für mich) endlich näher am Bahnhof liegen; dass jetzt weniger Turniere im für 4-Sterne-Hotels weniger zahlungkräftigen Osten geplant wurden, … ich weiß es wirklich nicht, habe das nie behauptet und kann das auch nicht entscheiden.

    Es ist doch schön, wenn ganz viele Menschen Spaß am Schach haben. Bald ist Ostern, die Sonne wird scheinen, dann werden sogar Sie sich entspannen können. Ich wünsche das Jedem. Und ich werde mich bemühen, weiterhin nur Positives zu schreiben – wenn überhaupt.

    Ralf Mulde, Bremen

  3. Speedfinger sagt:

    Manchmal sind die Dinge ganz einfach. Die aktuelle Saison war die zweite, in der 7 Vorturniere stattgefunden haben. Die Teilnehmerzahlen konnten zuvor gar nicht erreicht werden. Hinzu kommt, das die neuen Hotels teilweise größere Kapazitäten haben. Zuvor gab es entsprechenden Anmeldestops weil die Kapazitäten erschöpft waren.

    Die Arbeit des alten Orga-Teams kann nur als gut bezeichnet werden, sonst wären jetzt nicht so viele Spieler gekommen.

    Karlinger scheint ja alle vom Team zu kennen. Wie sonst kann er sich so ein Urteil bilden. Auch sein Wissen dass das alte Orga-Team nie eine Anfrage bei irgendeinem GM gestellt hat erstaunt sehr. Vermutlich hat er auch zu allen GM´s diesbezüglich Kontakt.

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