Juni 22, 2021

Elisabeth Pähtz mit gutem Start beim Frauen-Grand-Prix

Im Caleta-Hotel in Gibraltar an der Südküste Spaniens findet seit dem 22. Mai das aufgrund der Corona-Pandemie zweimal verschobene vierte Turnier der FIDE-Frauen-Grand-Prix-Serie 2019/20 statt. Daran nehmen (ursprünglich) 16 der besten Spielerinnen der Welt teil und kämpfen um zwei Plätze für das WM-Kandidatenturnier der Frauen. Die beste deutsche Schachspielerin Elisabeth Pähtz ist eine von ihnen und nach vier von insgesamt 11 Runden hat sie noch gute Chancen auf eine vordere Platzierung. Mit 2½ aus 4 liegt sie nur einen halben Punkt hinter der Spitzenreiterin Maria Musitschuk auf Platz vier.

Die Chancen für das Kandidatenturnier

In der Gesamtwertung des Grand Prix liegt Pähtz mit 95 Punkten auf Platz 13. Die in Gibraltar nicht mitspielende erstplatzierte Alexandra Gorjatschkina steht nicht nur als Gesamtsiegerin bereits fest, sondern ist als WM-Herausforderin bereits vorberechtigt für das Kandidatenturnier. Somit können sich Platz zwei und drei des Grand Prix ebenfalls qualifizieren. Das sind im Moment Humpy Koneru (293 Punkte) und Alexandra Kostenjuk (193). Auch diese Beiden sind in Gibraltar nicht dabei – und ihre Qualifikation ist in Gefahr. Dazu müßten sich allerdings Kateryna Lagno und Nana Dsagnidse die beiden ersten Plätze teilen und würden an Koneru und Kostenjuk vorbeiziehen. Bei Lagno sieht es bisher ganz gut aus. Dsagnidse ist nach der gestrigen Niederlage gegen Pähtz etwas zurückgefallen.

Würde das Turnier jetzt abgebrochen werden, wäre Koneru qualifiziert und dazu Lagno. Die hätte jetzt nämlich 310 Punkte und Kostenjuk wäre damit raus.
Und Elisabeth Pähtz? Platz vier reicht auf jeden Fall nicht, weil Pähtz gegenüber Kostenjuk mit 185:193 zurückbleibt. Mal ganz abgesehen davon, das ein paar andere Spielerinnen Kostenjuk auch schon überholt hätten. Würde Pähtz jetzt Erste statt Vierte sein, wäre der Grand-Prix-Stand folgender: 1. Gorjatschkina 398, 2. Koneru 293, 3. Lagno 290, 4./5. Pähtz und M. Musitschuk je 250.

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