Juni 18, 2021

Mitropa-Cup Runde 8: Verflixt und zugenäht

In einer unglücklichen achten Runde verpassen sowohl die Männer als auch die Frauen jeweils mit einem 2:2 gegen die tschechischen Nationalmannschaften einen Sprung in der Tabelle. Während sich die Männer mit zwei Mannschaftspunkten in der ersten Tabellenhälfte hätten behaupten können, verpassten es die Frauen, durch einen Sieg die schwächelnden Ungarinnen von Platz zwei zu verdrängen und sich bereits eine Runde vor Schluss eine Medaille fest zu sichern.

Bei den Männern setzte Team-Kapitän Michael Prusikin auf die GM-Doppelspitze mit Daniel Fridman, um dem etwas erschöpften Ashot Parvanyan eine verdiente Pause zu gönnen. Das sollte sich entsprechend auszahlen. Während Daniel und Michael zwei halbe Punkte beisteuerten, lag es an der Jugend, den Sack gegen die favorisierten Tschechen zuzumachen. Schlussendlich gab es an den Brettern drei und vier großes kämpferisches Schach zu beobachten.

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Ruben Gideon Köllner konnte die zwischenzeitliche 2:1-Führung dann nicht in einen Mannschaftssieg ummünzen. In vogelwilder Stellung waren alle drei Ergebnisse möglich, doch an der entscheidenden Stelle griff Ruben leider fehl. Das Resultat: Eine schmerzliche Niederlage gegen Großmeister Krejci. Die Partie hat aber auch gezeigt, dass Ruben bereits gegen diese Gegner mitspielen kann und sich nicht verstecken muss. Das kann und darf man durchaus mit Recht so konstatieren.

In Summe bleiben die Herren mit diesem Ergebnis auf dem zwischenzeitlichen sechsten Platz, punktgleich mit Österreich.

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Bei den Frauen keimte während der Runde die berechtigte Hoffnung auf eine Silbermedaille am Horizont auf. Früh war klar, dass die Ungarinnen wohl überraschend Federn lassen würden und ihr Match gegen die deutlich schwächeren Kroatinnen sicherlich nicht gewinnen, womöglich gar verlieren könnten.

Am Ende des Tages gilt aber auch im Schach die alte Weisheit, dass man erst einmal selbst seine Hausaufgaben machen muss, bevor man auf Ausrutscher der Gegnerinnen hoffen darf. Und an diesem Tag lief irgendwie gar nichts für unsere Frauen zusammen.

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