Februar 24, 2024

Jana Schneider: „Gemeinsamkeit stärkt das Teamgefühl“

Jana Schneider genießt die Momente mit der Mannschaft – und fühlt sich in Apolda wohl.

Jana Schneider

Welche Zielstellung siehst Du für den Mitropa-Cup 2024 für Dich persönlich?

Der Mitropa-Cup ist das letzte Turnier der Nationalmannschaft vor der Olympiade und natürlich möchte ich eine starke Leistung zeigen, um im September in Budapest wieder im Team zu sein. Vor allem möchte ich aber bestmöglich der Mannschaft helfen.

… und für Deine deutsche Mannschaft?

Unser Ziel ist klar, den Titel im eigenen Land zu gewinnen. Deshalb sind wir mit so einem starken Team hier.

Gib uns einen Überblick über Deinen Tagesablauf während eines solchen Turniers!

Schachlich:

Generell versuche ich auf Turnieren meine Tagesabläufe recht ähnlich zu gestalten (besonders, wenn es gut läuft). Normalerweise wird am Vorabend entschieden, welche der fünf Spielerinnen die nächste Runde spielen. Dann verschaffe ich mir am Abend gerne noch einen Überblick über das Eröffnungsrepertoire der nächsten Gegnerin. Am Vormittag steht dann die intensive Vorbereitung, meist mit Nationaltrainer Juri, an, die am besten vor dem Mittagessen geschafft ist, so dass ich danach nur noch ein bisschen was wiederhole, bevor dann ab 15 Uhr die Partien beginnen.

Fragen der Ernährung:

Insbesondere bei Team-Turnieren esse ich nicht gerne allein, sondern eigentlich immer mit den anderen aus der Mannschaft gemeinsam. Vor allem beim Abendessen warten wir meist, bis alle fertig mit ihren Partien sind, um gemeinsam zu essen und das Teamgefühl zu stärken. Persönlich ist mir auch das Mittagessen wichtig, sonst bekomme ich während der Partie Hunger, was ich versuche zu vermeiden.

Entspannung, Sport, Freizeit:

Ich mache gerne abends nach der Partie noch Sport, um von der Partie abzuschalten und wenn nötig auch Frust abzubauen. Zwischen Mittagessen und Partiebeginn gehe ich gerne spazieren, meist mit anderen gemeinsam. Nach dem Abendessen machen wir manchmal noch Spaziergänge mit dem ganzen Team oder spielen zusammen Karten, bevor dann die schachliche Vorbereitung für den nächsten Tag beginnt.

Wie sieht Deine weitere Jahresplanung aus?

Anfang März spiele ich das Schachturnier zum 125-jährigen Jubiläum des SV Werder Bremen mit. Anschließend werde ich mir in den nächsten Monaten noch einige Turniere suchen, um mich für die Olympiamannschaft zu empfehlen und hoffentlich im September in Budapest dabei zu sein.

Verbindest Du persönlich etwas mit dem Austragungsort Apolda?

Ich habe schon einige Turniere in Apolda gespielt, u.a. die Deutsche Meisterschaft 2017 und den Freundschaftsländerkampf mit Aserbaidschan 2019. Bisher habe ich mich hier immer sehr wohl gefühlt und insbesondere die Spaziergänge im nahegelegenen Park genossen.

Vielen Dank für das Interview Jana!