Juni 23, 2024

100 Jahre Schachverein Erkenschwick 1923 e.V.

Um 11 Uhr begrüßte der Vor­sitzende des Schach­vereins Erken­schwick, Frank Strozewski (rechts), die Schiedsrichter und die zehn teilnehmenden Spieler aus Deutschland (mit Lokalmatador Kai Spriestersbach), England, Lettland, Syrien und den Niederlanden. Nach einigen tech­nischen Erläuterungen wurde das Turnier gestartet und die Kämpfe um Punkte und Platzierungen konnten beginnen. Die Ergebnisse der einzelnen Runden können auf der Turnierseite nachgelesen werden.

Rundenplan
Runde
Round
Datum
Date
Zeit
Time
Runde
Round
Datum
Date
Zeit
Time
1 04.08.2023 11.00h 2 05.08.2023 11.00h
3 06.08.2023 11.00h 4 07.08.2023 11.00h
5 08.08.2023 11.00h 6 09.08.2023 11.00h
7 10.08.2023 11.00h 8 11.08.2023 11.00h
9 12.08.2023 11.00h Sieger−
ehrung
12.08.2023 18.00h

Tag 7 − Spielbericht

Runde 7:
Am Geburtstag fand die Runde in der „Revierklause“ des Bergbaumuseums nur wenige Meter neben dem Ort der Vereinsgründung 1923 statt. Tabellenführer Arthur de Winter fand in der neuen Umgebung nicht zu seinem Spiel. Shreyas Royal spielte sehr aktiv und besetzte sofort das Zentrum. Arthur de Winter öffnete das Zentrum zur Unzeit, da seine Figuren dafür schlecht platziert waren. So verlor er schnell zwei Figuren und die Partie.

Thomas Willemze kam in seiner Partie gegen Zigurds Lanka schlecht aus der Eröffnung. Später versuchte er mit einem Qualitätsopfer noch seinen Freibauer in Bewegung zu setzen. Das misslang allerdings wegen der schlechten Königsstellung und das geopferte Material konnte nicht mehr ausgeglichen werden.

Kai Spriestersbach kam gegen Alexander Krastev gut aus der Eröffnung. Nach dem Mittelspiel blieb er jedoch auf seinem passiven Läufer sitzen, sodass die Dame von Alexander Krastev sogar stärker war als zwei Türme.

Alexander Berelowitsch opferte einen Bauern für aktive Figuren gegen Nikita Meshkovs. Nikita Meshkovs verteidigte seine Stellung sehr genau. Im Endspiel konnten Nikita Meshkovs seinen Mehrbauern zwar lange sichern. Es reichte aber nicht zum Gewinn.

In der Partie von Hussain Besou gegen Ruben Köllner sah es nach einigen Verwicklungen im Mittelspiel nach einer Punkteteilung aus. Ruben Köllner konnte mit geduldigen Springermanövern schließlich einen Freibauern herstellen und die Partie gewinnen.

Tag 6 − Spielbericht

Runde 6:
Arthur de Winter zeigte sich von der Vortagsniederlage gut erholt. Er war in der Vorbereitung deutlich besser als Kai Spriestersbach, der den richtigen Plan nicht fand. So konnte Arthur Winter mit seiner Kavallerie die scheinbar sichere schwarze Stellung zertrümmern.

Nikita Meshkovs konnte eine leicht bessere Bauernstruktur herstellen, die aber nicht zum Gewinn reichte. Das entstandene Turmendspiel endet folglich mit einer Punkteteilung.

Thomas Willemze opferte gegen Alexander Krastev zu früh die Qualität. Die erhofften Gegenchancen ergaben sich nicht, sodass schließlich das Mehr­material entscheidend war.

Auch Alexander Berelowitsch zeigte sich von der Vortagsniederlage gut erholt. In einer komplizierten Stellung gegen Ruben Köllner opferte er wie am Vortag die Dame. Mit dem Unterschied, dass er nun ohne Zeitnot die richtige Fortsetzung fand und den vollen Punkt verbuchte.

Hussain Besou nahm das Gambit von Zigurds Lanka an, kam aber selbst zum Angriff. Er wickelte die Stellung sehr genau ab und konnte so den gewinnbringenden Freibauern in der D-Linie schaffen.

Tag 5 − Spielbericht

Runde 5:
Die Runde begann mit einem Eröffnungsfehler von Zigurds Lanka gegen Alexander Krastev. Der konnte erst einen Bauern gewinnen und zusätzlich noch in die Königsstellung einbrechen. Danach wurde der König Opfer eines Mattangriffs.

Kai Spriesters­bach musste gegen seinen Trainer Nikita Meshkovs antreten. Der hatte ihn wohl nicht auf seinen Gegner vorbereitet. So fand Kai nicht den richtigen Plan, indem er den Damenflügel verkehrt öffnete. In der Folge kam Schwarz zu Druck gegen die nicht passend aufgestellten Figuren, der die weiße Stellung zusammenbrechen ließ.

Shreyas Royal verpasste die Möglichkeit, seine Türme gegen Ruben Köllner zu aktivieren. So konnte Ruben die Figuren abtauschen und in ein gewonnenes Turmendspiel abwickeln.

Alexander Berelo­witsch opferte seine Dame gegen Hussain Besou, fand in Zeitnot dann aber nicht die richtige Fortsetzung. So konnte Hussain Besou den Angriff durch das Rückopfer der Dame abwehren und die Partie gewinnen.

Die Stellung von Thomas Willemze gegen Arthur de Winter war lange unklar. Mit Figurenabtausch kam Arthur de Winter in ein Turmendspiel mit Mehrbauern. Er unterschätzte aber die Stärke des freien A-Bauern von Thomas Willemze, den er dann nicht mehr aufhalten konnte.

Tag 4 − Spielbericht

Runde 4:
Die Runde begann mit einem Dameneinsteller von Zigurds Lanka gegen Alexander Berelowitsch.

Die Partie zwischen Hussain Besou und Shreyas Royal war immer im Gleichgewicht. Nach dem Abtausch fast aller Figuren reichten Turm und Läufer nur noch zur Stellungswiederholung.

Alexander Krastev kam gegen Arthur de Winter nicht in eine Eröffnung, die er erwartet hatte. Mit einem klassischen Springeropfer im Zentrum gewann Arthur drei Bauern und anschließend die Figur zurück. So war es nur eine Frage der Technik, bis die Partie entschieden war.

Es brauchte vier Runden, bis der nominell stärkste Spieler zu seinem ersten Sieg kam: Nikita Meshkovs konnte die passive Figurenstellung von Thomas Willemze im Damen- Läuferendspiel ausnutzen.

Ruben Köllner nahm für einen Bauerngewinn eine riskante Königsstellung in Kauf. Kai Spriestersbach konnte nicht nachweisen, dass der Minusbauer durch die aktivere Stellung ausgeglichen wurde. Auch nach einem weiteren Bauernopfer erreichte er abschließend nicht mehr als ein verlorenes Turmendspiel.

Tag 3 − Spielbericht

Runde 3:
Arthur de Winter hatte es mit dem 2. Großmeister, Zigurds Lanka, zu tun, der die Möglichkeiten von Weiß unterschätzte. Entscheidend war die fehlende Rochade, sodass die weißen Figuren die schwarze Stellung komplett lahmlegten. Der König wurde abschließend Matt gesetzt.

Shreyas Royal fand gegen Großmeister Alexander Berelowitsch nicht den richtigen Plan. Seine Figuren spielten nicht zusammen. Auch das Damenopfer gegen Turm und Springen konnten die Stellung nicht mehr retten.

Im Duell der beiden Internationalen Meister gab Thomas Willemze gegen Ruben Köllner die Kontrolle über das Zentrum auf. In der Folge ging ein Bauer verloren. Nach Tausch der Schwerfiguren brachte das Läuferpaar den vollen Punkt für Ruben Köllner.

Kai Spriestersbach schickte sich an, einen entscheidenden Zentrumsbauern zu gewinnen. Um dies zu verhindern, opferte Hussain Besou Springer, Läufer und Turm gegen die Dame. Das war aber zu viel. Kai Spriestersbach konnte mit Turm- und Läuferpaar mit genauem Spiel noch die Qualität und die Partie damit endgültig gewinnen.

Die Partie zwischen Alexander Krastev und Nikita Meshkov befand sich lange im Gleichgewicht. Dann konnte Alexander Krastev seinen Springer aktivieren. Mit einem Scheinturmopfer gewann Nikita Meshkovs jedoch drei Bauern, konnte dann aber das Dauerschach nicht mehr verhindern. Das einzige Remis des Tages in der letzten Partie.

Tag 2 − Spielbericht

Runde 2:
Nach dem Auftakt kam es nun zum ersten Aufeinandertreffen der „Normkandidaten“ mit den Großmeistern. Als erstes sicherte sich hier Shreyas Royal einen halben Punkt gegen Zigurds Lanka nach nur 19 Zügen.

Arthur de Winter zeigte mehr Kampfgeist und kam mit den schwarzen Steinen zu Initiative. Nachdem er diese aus der Hand gegeben hatte, musste er sich aber schließlich mit einer Stellungswiederholung gegen Nikita Meshkovs begnügen.

Die dritte Punkteteilung des Tages gab es in der Begegnung der beiden Nachwuchskaderspieler Ruben Köllner und Alexander Krastev. Obwohl nur 18 Zugpaare auf das Brett kamen, hatten sie fast die gesamte Bedenkzeit für die ersten 40 Züge verbraucht.

Hussain Besou konnte mit einem Läuferopfer die schlechte Königsstellung von Thomas Willemze ausnutzen und seinen ersten Punkt einfahren.

In der längsten Partie des Tages hätte Kai Spriestersbach mit aktivem Spiel Material gegen Alexander Berelowitsch gewinnen können. Er behandelte die Stellung zu passiv und konnte abschließend nicht mehr alle Schwächen decken.

Tag 1 − Spielbericht

Dieser und alle folgenden von Frank Strozewski

Runde 1:

Zum Auftakt des Turniers trafen die „alten Hasen“ aufeinander, Nikita Meshkovs gegen Zigurds Lanka und Thoms Willemze gegen Alexander Berelowitsch. In den drei anderen Partien kam es zu Duellen der Nachwuchsspieler. So entsprachen die Ergebnisse auch den Erwartungen. Die Routiniers spielten ruhige Stellungen und einigten sich, nachdem das Mittelspiel erreicht war, auf eine Punkteteilung.

In den anderen Partien wurde hingegen lange gekämpft und schließlich gab es drei Sieger. Als erster musste Hussain Besou gratulieren. Er fand nicht die richtige Verteidigung. Der starke Springer von Alexander Krastev nahm mit mehreren Abzügen die Königsstellung fast im Alleingang auseinander.

Den zweiten vollen Punkt sicherte sich Arthur de Winter. Mit einer Kombination konnte er Mattdrohungen aufstellen und in die gegnerische Stellung eindringen. Die Umwandlung des zweiten Bauern zur Dame konnte Ruben Köllner dann nicht mehr verhindern.

Kai Spriestersbach war zunächst gegen Shreyas Royal klar in Vorteil gekommen. Der konnte allerdings die Drohungen abwehren und in einem Endspiel Mehrfigur gegen 3 Mehrbauern landen. Dieses wickelte Kai Spriestersbach nicht genau ab, so kam am Ende nicht zählbares heraus.

Turnierseite

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