Februar 24, 2024

Bauer e2 nach Computer AI

Markus Angst Künstliche Intelligenz (KI) beeinflusst zunehmend auch das Schachspiel. Aber machen Algorithmen, die Züge weit voraus berechnen können, das Spiel langweiliger oder vielleicht sogar kreativer? Zu diesem Thema gab es auf SRF 3 kürzlich eine interessante Radiosendung, die wegen des «Falls Carlsen – Niemann» eine zusätzliche aktuelle Note bekam.

KI-Experte IM Richard Forster: «Heute ist der Abstand zwischen mir und Weltmeister Magnus Carlsen kleiner als zwischen Carlsen und einem Schachcomputer.»

SRF-3-Redaktor Peter Buchmann unterhielt sich für seinen spannenden 20-minütigen Beitrag mit drei interessanten Gesprächspartnern: Grossmeister Nico Georgiadis, dem Internationalen Meister Richard Forster, KI-Experte und bekanntester Schweizer Schachhistoriker, sowie Thomas Kessler, Professor für Informatik an der Hochschule Luzern und ein starker GO-Spieler.

Dabei führten die beiden Schweizer Spitzenspieler aus, wie Computer das Schachspiel beeinflussen. «Heute ist der Abstand zwischen mir und Weltmeister Magnus Carlsen kleiner als zwischen Carlsen und einem Schachcomputer», sagte Richard Forster. «Das Programm macht Manöver, die man zuvor vernachlässigt hat. So setzt es schon früh den Bauern am äussersten Rand ein, was auf lange Sicht zu einem Vorteil führt.»

Nico Georgiadis legte dar, welche Bedeutung Schachprogramme für die Vorbereitung auf eine Partie haben: «Ohne Computer geht nichts mehr. Deshalb werden viele junge Spieler sehr schnell sehr gut. Früher musste man sich ans Brett setzen und Eröffnungen studieren. Man benötigte die Hilfe anderer Menschen. Heute zeigt einem der Computer, wie eine Eröffnung geht – das erleichtert vieles.»

Hören Sie hier ab 6:20 Minuten die ganze Sendung.

Auf der SRF-Website finden Sie mehr Informationen zum KI/Schach-Beitrag auf SRF 3.