Januar 21, 2022

Großer Kampf wird nicht belohnt

(Ein Kurzbericht von Andreas Jagodzinsky, 27.11.2021)

Um 14.00 Uhr begann für den Schachverein die erste Bundesligasaison der Vereinsgeschichte. An dieser Stelle möchte ich darauf verzichten, auf alle Randthemen einzugehen. Natürlich ist es diskutabel, ob man in diesen Tagen Schach spielen soll.

Auf der anderen Seite haben die Turniere, die in den vergangenen zwei Jahren stattgefunden haben, sich nicht als Superspreaderereignisse erwiesen. Zudem gilt an diesem Wochenende 2G.

Also nun zum Schach:

Hamburg hatten wir in etwa so erwartet. Wir hatten zuletzt noch einige Personalfragen zu klären, so dass Catriona Dartmann Aubanell etwas überraschend in die Mannschaft rückte. Hamburg war insgesamt schon einigermaßne klar favorisiert, aber trotzdem sahen wir uns nicht ohne Chance, zumindest um einen Punktgewinn zu spielen.

Allerdings begann der Kampf nicht sehr gut. Carmen Voicu-Jagodzinsky tat sich gegen ihre junge Gegnerin etwas schwer und stand objektiv unangenehmer. Und auch Alessia Ciolacus Stellung gefiel mir schon früh nicht besonders gut. Als dann auch noch Kathrin Sewald eine Figur opferte, weil ihr die Alternativen noch hoffnungsloser erschien, fürchtete ich schon ein Debakel.

Luminita Cosma spielte schließlich Remis, während sich Iulia Ionica eine angenehme Stellung erspielen konnte. Zwar standen mittlerweile Alessia und Kathrin hoffnungslos. Aber Carmens Gegnerin war irgendwie vom rechten Weg abgekommen und sah sich einem Angriff unserer Spielerin ausgesetzt.

Und so kam es plötzlich, dass Alessia aufgeben musste, dafür aber Carmen den ersten Sieg für Hemer in der Bundesliga erreichte. Catriona stand mittlerweile komplett ausgeglichen, so dass sich die Frage stellte, ob hier vielleicht doch noch etwas geht. Zwar verlor Kathrin irgendwann, aber Iulia hatte laut Computer deutlichen Vorteil. Allerdings gab es keinen offensichtlichen und einfachen Gewinn.

Nachdem Catriona Remis gespielt hatte, kämpfte Iulia, die wie ihre Gegnerin nur noch unter zwei Minuten plus Inkrement für die Partie hatte, unverdrossen um den Sieg. Aber leider fehlte die Zeit, einen klaren Plan zu finden. Vermutlich kam sie spätestens mit dem Tausch eines Turmpaares vom rechten Weg ab. Und schließlich fand ihre Gegnerin eine Möglichkeit, Dauerschach zu geben, womit der Kampf leider knapp verloren ging.

Ein 3-3 lag also im Bereich des Möglichen, wenngleich der Hamburger Sieg unterm Strich nicht unverdient war. Danach wurde noch kurz gegessen, ehe die Vorbereitung auf die nächste Runde auf dem Programm stand. Am Sonntag muss man früh aufstehen, wenn man das Spiel gegen Harksheide sehen will. Um 09.00 Uhr geht es hier weiter:

https://view.livechesscloud.com/#da2ebd93-fb33-4741-ad09-40c2725f4b75

 

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