September 18, 2021

Taktik-Perlen aus Magdeburg

Matthias Blübaum die Seuche? Zu Beginn des Masters sah es so aus. Erst war er von einem fast 100 Elo schlechteren Gegner aus dem World Cup gekegelt worden (was sich mittlerweile relativiert hat), dann fiel ihm laut Klaus Bischoff „die Kinnlade herunter“, als er in Magdeburg die Losnummer 10 zog, die ihm ein Extra-Schwarz bescherte. Und als das Turnier begann, wurde Blübaum sogleich Opfer einer Glanzkombination von Luis Engel am Ende der Auftaktpartie, die eigentlich auf dem Weg schien, ins Remis auszutrudeln.

Trotzdem: Er hat nicht die Seuche. Oder sie schleunigst überwunden. Vor der vierten Runde steht der Elo-Favorit schon wieder bei 50 Prozent, und es bleiben alle Chancen, das Turnier zu gewinnen. Allerdings wird jemand Georg Meier stoppen müssen.

Meier hat gerade einen bescheidenen Deutschland-Grand-Prix in Dortmund absolviert: neun Remis aus neun Partien inklusive zweier verdorbener (Fast-)Gewinnstellungen. Hinterher fühlte sich der Großmeister aus Baden-Baden veranlasst, den hadernden Fans im chess24-Chat zu erklären, dass ihn gerade Probleme abseits des Brettes davon abhalten, Top-Leistung zu bringen. Und dass er hoffe, zum Masters diese Leistung wieder abrufen zu können.

Nach 3 Runden und 2,5 Punkten sieht es aus, als erfülle sich diese Hoffnung

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