September 21, 2021

Badeurlaub am Brett

Natürlich schauen wir gebannt bei der World-Cup-Qualifikation zu. Und wir verfolgen, ob Elisabeth Pähtz in Gibraltar die Mini-Chance aufs Kandidatenturnier lebendig hält. Aber trotz dieses geballten Schachprogramms schauen wir auch nach Italien, speziell an den an der Adria gelegenen Badeort Cattolicca.

Dort läuft in mehreren Gruppen das Sommer-Open, und aus Perspektive des deutschen Schach-Fans ist insbesondere die Meistergruppe von Interesse. Ein Großteil des potenziellen nächsten Prinzen-Jahrgangs hat sich dort versammelt, außerdem zwei der besten Schachspielerinnen, die wir haben. Und die gehen dort vielleicht Baden, aber eben nur in der Adria, nicht am Brett.

Josefine Heinemann und Annmarie Mütsch schlagen sich im Windschatten der vier teilnehmenden Großmeister prächtig, Heinemann liegt gar gleichauf mit dem dänischen Supertalent Jonas Berre Bjuhl. Allerdings kassierten beide eine Null vom Ukrainer Vitaliy Bernadskiy. Der ist in Deutschland unter anderem bekannt als Sieger des Tegernsee-Opens 2019, international als Schöpfer der „ukrainischen Unsterblichen“:

Gegen so jemanden zu verlieren, das passiert. Insofern muss sich Annmarie nicht grämen, dass sie bei diesem neuerlichen Kunststück von Schachfreund Bernadskiy auf der falschen Seite saß:

Mittlerweile sind in Italien sieben Runden gespielt. Der Tabellenstand via chess-results.com:

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