September 17, 2021

Von null auf Hikaru?

Der Workshop „Öffentlichkeitsarbeit“ des Deutschen Schachbunds vor gut zwei Jahren begann mit einer Offenbarung. Ein führender DSB-Funktionär erklärte, wie er sich Öffentlichkeitsarbeit vorstellt: Er wolle ein Imagevideo für Schach produzieren lassen und es auf Youtube veröffentlichen. Ende der Erklärung. Er nannte das „eine Idee“.

Was ein Kanal ist, wie man den entwickelt und mit welchem Ziel, was Reichweite ist, wie man die aufbaut und mit welchem Ziel, damit hatte er sich nie beschäftigt. Er dachte, man stellt ein Video auf Youtube, dann kommen 100.000 Leute und gucken sich das an, und hinterher hat der DSB ein Superimage.

Im analogen Altherrenverein Schachbund ist dieser bis heute tätige Funktionär mit solchen Vorstellungen nicht allein. Und auch unter Beobachtern des organisierten Schachs könnte er Verbündete finden.

Vielleicht stellt sich besagter Funktionär ja auch vor, dass man einen Twitch-Kanal aufmacht, dann kommen 100.000 Leute und gucken zu, und hinterher ist man in aller Munde. Und jetzt wundert er sich, warum Schachdeutschland TV nicht aus dem Stand so groß ist wie der seit Jahren gewachsene, kontinuierlich gepflegte, größte internationale Schachkanal von Hikaru Nakamura mit seiner viel größeren Zielgruppe.

Zum Glück haben wir die wunderbare Fiona Steil-Antoni, um ihm und anderen noch einmal ein paar Grundlagen zu erklären:

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