Januar 17, 2021

Virus, Wasa, Wunderbrett – Rück- und Ausblick nach einem kuriosen Jahr (I)

Nun, da das Jahr 2020 sich dem Ende neigt, können vor allem Schachspieler dem neuen Jahr freudig entgegenblicken. 2021 beginnt mit – klassischem Schach, mit dem traditionellen Weltklasseturnier in Wjk an Zee, dem Tata Steel Chess. Wer dem Twitter-Account dieser Seite folgt, wusste lange vor der offiziellen Verkündung, dass trotz Corona das Tata-Turnier stattfinden würde, der wusste sogar, wer mitspielt, bevor es offiziell verkündet war.

Neugierig, was sich die Organisatoren im Angesicht der Pandemie einfallen lassen würden, waren wir wegen Roven Vogel. Der hat Anfang 2020 das C-Turnier in Wijk gewonnen und wäre für das stark besetzte B-Turnier 2021 qualifiziert, in dem er unter anderem auf Vincent Keymer getroffen wäre. Allerdings muss sich der einstige U16-Weltmeister aus Dresden gedulden. Tata Steel Chess wird 2021 kein Festival, die Veranstaltung wird sich auf das mit Weltklassespielern gespickte A-Turnier beschränken.

Vogel sieht das entspannt. Er geht davon aus, dass er zum B-Turnier 2022 eingeladen wird.

Wijk-Sieger Roven Vogel: „Ich sehe die Dinge jetzt entspannter als früher.“

https://twitter.com/tatasteelchess/status/1335887974899314690?s=20

Eines der Schachwörter des Jahres 2020 war „Hybrid“. Es beschreibt eine Turnier- und Wettkampfform, die Online- und Offline-Schach mischt. Wer zum Beispiel in Berlin ein Open ausrichtet, den hindert nichts daran, auch in Moskau, Delhi, London und New York Turniersäle zu eröffnen. Das Berliner Turnier würde an fünf Orten gespielt, mehr Spieler könnten teilnehmen, und es würden viel weniger Flugkilometer anfallen.

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