Januar 17, 2021

Donchenko vertraut nur sich selbst, Nisipeanu stichelt gegen Meier

Liviu Dieter Nisipeanu und Alexander Donchenko beim Ausüben ihres Jobs. | Foto: DSB

Mit Liviu Dieter Nisipeanu und Alexander Donchenko haben sich jetzt die deutsche Nummer zwei und drei zu den Vorgängen im Leistungssport geäußert. Während Donchenko sich im Gespräch mit dem Gießener Anzeiger hinsichtlich Verbandsdingen desillusioniert gibt („vertraue nur mir selbst“), scheint bei Nisipeanu der Stachel der Trennung vom mit ihm befreundeten Bundestrainer Dorian Rogozenco tief zu sitzen. Er wirft Georg Meier in der Zeitschrift Schach persönliche Motive vor. Meier sei es beim Koordinieren des Spieleraufstands auch um seinen Platz in der Nationalmannschaft gegangen, lässt Nisipeanu durchblicken.

Der jüngst in den A-Kader aufgerückte Donchenko hatte das Ultimatum der B-Kader-Spieler nicht unterzeichnet. „Ich halte mich in dieser Diskussion zurück, weil ich eigentlich nie sonderlich viel Kontakt zu Verband und Bundestrainer hatte“, erklärte er gegenüber der Gießener Tageszeitung. Die jüngste Entwicklung bewertet er gleichwohl positiv: „Das Präsidium kommuniziert nun immerhin mit den Spielern.“ Das habe es vorher so nicht gegeben.

Aber er, Donchenko, begreife sich ohnehin eher als Einzelsportler, der nicht viel vom Verband erwartet: „Mit dem habe ich ja nicht erst seit einem Jahr zu tun. Man hat sich fast schon daran gewöhnt, nur auf sich selbst zu vertrauen.“ Sollte es jetzt zu einer „faireren Behandlung der Spieler, auch faireren Nominierungen für die Nationalmannschaft“ kommen, fände Donchenko das gut.

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