September 21, 2021

Ist das bitter: alle ausgeschieden

Foto via DSJ.

Mit 19 Spielern und Spielerinnen war das deutsche Schach in der europäischen Vorrunde der Jugend-WM vertreten, darunter eine Reihe von Mitfavoriten. Nach sieben Runden an drei Spieltagen das böse Erwachen: Alle 19 sind ausgeschieden, teils auf brutalstmögliche Weise.

Bei der ab dem 19. Dezember ausgespielten Endrunde wird einzig der als Weltranglistenvierter (U16) gesetzte Vincent Keymer die deutschen Farben vertreten. Außer, und das ist wirklich nur ein dünner Strohhalm, auf den wir nicht spekulieren wollen, es schlägt nachträglich noch ein Cheating-Detektor an und verschiebt das Endklassement der Vorrunden

Hoffnungsvoll hatte sich die deutsche Delegation am Sonntag auf die drei Turniertage ab Montag vorbereitet. Dass seine Jungs und Mädchen spielen können, stand für Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler außer Frage. Nun galt es, die 19 mit den Abläufen und der Mechanik auf der für sie ungewohnten Plattform Tornelo vertraut zu machen. Diese auf die Bedürfnisse von Veranstaltern und Schiedsrichtern zugeschnittene Plattform dient nationalen wie internationalen Verbänden zunehmend als Schauplatz ihrer Online-Wettbewerbe.

„Alles ist möglich.“ Was Vökler über seine fünf Schützlinge in der U12 und U12w sagte, galt auch für die anderen Altersklassen. Für Luis Engel bei seinem voraussichtlich letzten internationalen Jugendwettbewerb in der U18 zum Beispiel. Schon vor gut einem Jahr im Gespräch mit dieser Seite hatte der damals angehende Abiturient betont, wie sehr ihm daran liegt, bei seiner letzten U18-WM als Mitfavorit noch einmal nach den Medaillen zu greifen, bevor der Ernst des Lebens in Gestalt eines Studiums das Schach endgültig zum Hobby macht.

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