Dezember 8, 2021

Gelbe Karte für den Iran

Ein Küsschen vom Ajatollah: Als IM Aryan Gholami Anfang 2019 beim Rilton-Cup eine Partie gegen einen Israeli verweigerte, war daheim der oberste Führer Ali Khamenei derart entzückt, dass er den Schachmeister einlud, um ihn zu liebkosen. (Foto: Iranische Medien)

Die 46. Schacholympiade 2024 wird in Ungarns Hauptstadt Budapest ausgetragen. Das ist einer der Beschlüsse der 91. FIDE-Generalversammlung, die in weiten Teilen im Zeichen eines möglichen Ausschlusses des iranischen Verbands aus der weltweiten Schachgemeinschaft stand. Weitere Beschlüsse: Der Schachverband der Isle of Man ist ab sofort Teil der FIDE, und Exweltmeister Boris Spassky ist ab sofort deren Ehrenmitglied.

Viel gespielt wurde nicht, gleichwohl war es ein mit Schach reich gefülltes Wochenende. Vom stellvertretenden Jugendwart des SC Überlingen bis zum Präsidenten des Weltschachverbands trafen sich hunderte Schach-Macher aller Ebenen bei der zweitägigen ChessTech2020 und produzierten eine Fülle von Ideen, Konzepten, Anstößen und Perspektiven im Sinne unseres Spiels. Davon wird hier wie auf unserer Partnerseite ChessTech noch die Rede sein.

National tagte die Kommission Leistungssport, von der im Kontext des jüngsten Leistungssportdesasters noch zu berichten sein wird (dem Vernehmen nach haben wir ab 2021 vier statt wie bisher zwei A-Kader-Spieler). Regional erreicht uns eine bemerkenswerte Personalie vom Niedersächsischen Schachkongress: Kevin Högy, hauptamtlich in der Berliner Geschäftsstelle für den DSJ e.V. tätig, wird Leistungssportreferent in Niedersachsen. Im deutschen Schach wird es diese Woche weitergehen: Am Freitag tagt der Arbeitskreis der Landesverbände, tags darauf der Hauptausschuss unseres DSB mit den Themen DSJ-Umlage und Jagodzinsky-Rücktritt.

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