November 25, 2020

COMEBACK DES FRAUEN-MANNSCHAFTSPOKALS

Pokal statt Liga? Hier Schwäbisch Hall und Pankow bei einem FBL-Wettkampf 2019 in Berlin

Die für Ende November geplanten letzten drei Runden der Frauen-Bundesliga wurden am 20. Oktober abgesagt und auf Mai 2021 verlegt. Aufgrund dieser Verschiebung durch die weltweit grassierende Corona-Pandemie, hat das Referat Frauenschach beschlossen die wettkampflose Zeit mit einem alternativen Wettbewerb auszufüllen. Die nach Informationen dieser Seite zuletzt 2002 durchgeführte Deutsche Pokal-Mannschaftsmeisterschaft der Frauen (DPMM-F) soll als Deutscher Frauen-Mannschaftspokal neu aufgelegt werden. Diese Turnierform ist seit dem 4. Januar 2014 nicht mehr offizieller Bestandteil unserer Turnierordnung. Nachfolgend die offizielle Mitteilung des Frauenschachreferenten Dan-Peter Poetke.

Zum Stand des Wettkampfjahres 2019/2020

Bundesliga Frauen geplanter Termin Ende November abgesagt
2. Bundesliga Frauen Wettkampfjahr abgeschlossen
Regionalliga Frauen Wettkampfjahr abgeschlossen

Wie geht es weiter?

Der Turnierleiter der Frauenbundesligen hat, aufgrund von Corona, die Saison 2019/2020 der Bundesliga Frauen bis April 2021 verlängert.

Für den Spielbetrieb ergibt sich daraus, dass die 2. Bundesliga zurzeit kein neues Wettkampfjahr beginnen kann, da die Aufsteiger in die Bundesliga Frauen nicht eingeordnet werden können. Dies betrifft aus den Gruppen der 2. Bundesliga Frauen KissChess, SV Hemer 1932 und SG 1871 Löberitz. Das gleiche Problem besteht für die Regionalliga Frauen betreffs Einordnung der Gruppensieger in die 2. Bundesliga.

Ein zweiter Aspekt ist, dass Hannelore Neumeyer, Turnierleiterin der Regionalligen Frauen, und Roland Katz, Turnierleiter der Frauenbundesligen, davon ausgehen müssen, dass Spielerinnen aus Vorsichtsgründen sich gegen eine Teilnahme an Punktspielen entscheiden. Diese Entscheidung kann damit auch zum Rückzug von Mannschaften führen.

Wir haben eine Situation, für die es kein Falsch oder Richtig gibt, sondern ausschließlich der persönlichen Entscheidung jeder einzelnen Spielerin geschuldet ist und akzeptiert werden muss. Eine normale Fortsetzung des Spielbetriebs wird es frühestens mit der Wettkampfsaison 2021/2022 geben.

Was passiert bis dahin?

Für den Übergang planen die Turnierleiter ein Wettkampfangebot, dass keine Mannschaft unter Stress setzt, den Klassenerhalt zu schaffen, obwohl es Aufstellungsprobleme gibt.

Unter Leitung von Roland Katz wird der Deutsche Frauen-Mannschaftspokal gespielt. Alle Mannschaften, angefangen von der Bundesliga Frauen bis zu den Landesligen der Frauen können sich beteiligen.

Nach regionalen Prinzipien werden Gruppen von 6-8 Mannschaften gebildet, die nach dem System der 2. Bundesliga Frauen in Doppelrunden spielen. So soll allen Spielerinnen die Möglichkeit gegeben werden, statt der ausgefallenen Saison 2020/2021 mindestens fünf Runden Wettkampfschach zu spielen. Die besten Mannschaften spielen nach dem Prinzip des deutschen Mannschaftspokals den Sieger aus. Als Mannschaftsstärke sind 4 Spielerinnen in der Idee.

Näheres wird in der Ausschreibung geregelt, die im November erarbeitet und allen Mannschaften der Frauenbundes- und Regionalligen zugesendet wird.

Das Referat Frauenschach geht davon aus, dass es für alle Spielerinnen ein interessantes Turnier wird.

Dan-Peter Poetke
Referent für Frauenschach des DSB

Einleitungstext: Redaktion

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