Acht Monate vor dem DSB-Kongress 2021 kreisen Ullrich Krauses Gedanken um seine Wiederwahl. Die Emotionalität der Debatte, die Härte der Fronten während des Kongresses in Magdeburg stellte der DSB-Präsident jetzt im ChessBase-Gespräch in einen Zusammenhang mit den Wahlen 2021. Er rechne fest damit, dass 2021 ein Gegenkandidat um die DSB-Präsidentschaft in den Ring steigt, hatte Krause zuvor der Zeitschrift „Schach“ gesagt.

Wahrscheinlich irrt er sich. Aller Voraussicht nach wird Krause beim Kongress 2021 feststellen, dass er allein im Ring steht.

Links vom DSB-Präsident Ullrich Krause sitzt Thomas Cieslik. (Foto: Deutscher Schachbund)

Die beiden als potenzielle Gegenkandidaten gehandelten Funktionäre haben jedenfalls abgewunken. Und es kommt noch besser für den Amtsinhaber: Es besteht die Chance, dass Krause 2021 als erster DSB-Präsident für vier Jahre ins Amt gewählt wird. Damit wäre er derjenige, der auf der Reise zum 150-jährigen Jubiläum 2027 die entscheidenden Weichen zu stellen hat.

Als erster potenzieller Herausforderer wird seit Monaten Niedersachsens Schachpräsident Michael S. Langer genannt. Kein Wunder: In dem Maße, wie Krause sich seit Anfang/Mitte 2019 von seiner Jugendorganisation entfernte, ging Langer in Opposition zum DSB-Führungsduo – und das lautstark. Dazu kommt, dass der Funktionär aus Niedersachsen als Bewerbungszeugnis nur auf seinen Landesverband verweisen müsste: im Sport bestens vernetzt, offener Führungsstil, junges Team, funktionierendes Fundraising. Wo die Niedersachsen längst sind, will der Schach-Bundesverband erst noch hin, wenn überhaupt.

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Der ewige Präsident?

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