Juli 3, 2022

Das deutsche Schachdilemma in einem Bild

Ohne das Wortungetüm „Schachmeisterschaftsgipfel“ wäre das Riesenbanner nicht von Layout-Problemen geprägt. Ab sofort heißt die Veranstaltung kurz und prägnant „Schachgipfel“.

Willkommen im Foyer, willkommen beim Schachgipfel. Wir können uns leicht die Führungsriege unserer Verwaltung vorstellen, wie sie hier vor Beginn der Schachwoche in die Runde schaut und unter gegenseitigem Schulterklopfen feststellt: „Sieht prima aus.“

Ob im Lauf der Woche irgendjemandem aufgefallen ist, dass die entscheidende Zutat fehlt? Dass diese Ansammlung von Aufstellern und Bannern am Ort des größten Publikumsverkehrs alles andere als einladend aussieht?

Warum Schach Gesichter braucht

Wo ist Elisabeth Pähtz? Wo ist Vincent Keymer? Wo ist irgendein Gesicht irgendeines Schachspielers? Auch ein freundliches Breitenschachbild wäre an dieser Stelle schön, um unserem Spiel ein einladendes Antlitz zu geben. Zumindest die einzigen beiden einer breiteren Öffentlichkeit bekannten Schachbotschafter müssen hier zu sehen sein.

Wenn Schach größer werden soll, muss es sich attraktiv machen, und dafür muss es mit dem einzigen Pfund arbeiten, das es hat: die Schachspieler.

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