Der Schachschnell- und Blitzmeister Sergey Karjakin dankte den Veranstaltern des Festivals für die Fortschritte. „Es ist großartig, dass von Jahr zu Jahr mehr junge Sportler und professionelle Schachspieler an den Moscow Open teilnehmen. Ich wünsche allen Teilnehmern glänzende Siege, schöne Spiele und möge der Stärkste gewinnen! “, Schloss der Großmeister.

Die feierliche Eröffnung des RSSU Chess Cup Moscow Open 2020 fand am 24. Januar in der Aula der Russischen Staatlichen Sozialuniversität statt.

Die Zeremonie begann mit der Aufführung des russischen Volksorchesters MGIM im. A. Schnittke „Moskau“, der ein Medley populärer Volkslieder aus aller Welt aufführte, sowie die Turnshow „Da Vinci – The Mirror Ring“. Als nächstes sprachen die Organisatoren des Festivals und die Ehrengäste die Teilnehmer und Gäste an.

Die erste stellvertretende Leiterin der Sportabteilung der Stadt Moskau, die Olympiasiegerin im Eisschnelllauf, Svetlana Bazhanova, wünschte allen Teilnehmern viel Glück und Siege. “Ich hoffe, dass dieses Turnier Ihnen viele interessante Partys bescheren wird, an die Sie sich ein Leben lang erinnern werden und die zu einem führenden Star in der Welt des großen Sports werden”, sagte Svetlana Valerievna.


Über 1000 Schachspieler kommen von Jahr zu Jahr zum Moscow Open Festival, viele von ihnen nehmen traditionell am Turnier teil. Jürgen Müller ist seit 11 Jahren als Schiedsrichter bei unserem Festival tätig und wir haben uns entschlossen, einem Gast aus Deutschland einige Fragen zu stellen.

– Jürgen, hallo! Erzählen Sie uns bitte, wie Ihre Arbeit beim Moscow Open Festival begann.

Es war eine interessante Geschichte! (lacht) Es war 2009. Ich habe fünf Jahre lang verschiedene Artikel über Ihr Festival gelesen und meine Schachspieler aus Russland gefragt, wie ich als Schiedsrichter dazu komme. Mir wurde geraten, mit Alexander Kostyev (in jenen Jahren der Direktor des Festivals) Kontakt aufzunehmen und er lud mich nach Moskau ein. Ich erinnere mich, dass mir ein Wohnraum zugewiesen wurde, aber ich musste ihn mir selbst besorgen. So bin ich zum ersten Mal beim Moscow Open gelandet. Es war peinlich, damals sprach ich überhaupt kein Russisch (lacht). Jetzt kann ich meinen Kenntnisstand der Sprache natürlich nicht als ideal bezeichnen, aber ich verstehe Russisch.

– Welche Turniere des Festivals haben Sie im Laufe der Jahre bewertet?

– Als ich zum ersten Mal zum Moscow Open kam, war ich Linienrichter des Hauptturniers „A“ (derzeit die russische Pokalbühne – ca. Aufl.). Es waren viele Teilnehmer anwesend, sodass ich ein Publikum mit den Tischnummern 101 bekam. Später war ich Schiedsrichterin des Damen-Großmeisterturniers und habe in den letzten fünf Jahren ausschließlich an den ersten Tischen des Hauptwettbewerbs gearbeitet.

– Seit wie vielen Jahren arbeiten Sie als Schiedsrichter?

– Ich beurteile Turniere sehr lange. Meine erste Erfahrung machte ich mit 14 Jahren. 2002 wurde ich FIDE-Schiedsrichter und 2009 wurde ich internationaler Schiedsrichter. Übrigens, ich habe meinen letzten Punkt von einem internationalen Schiedsrichter auf Ihrem Festival erhalten.

– Was reizt Sie an den Moscow Open, dass Sie immer wieder nach Moskau kommen?

“Natürlich gefällt es mir hier sehr gut.” In Russland und insbesondere bei den Moscow Open sind die Spieler sehr diszipliniert. In Deutschland sieht es noch viel schlimmer aus.

– Ist Schach Ihre Hauptbeschäftigung?

– Eigentlich ist Schach mein Hobby. In meinem Hauptberuf bin ich Lehrer auf dem Gebiet der Informationstechnologie. Ich glaube, Sie wissen, dass viele russische Schachspieler für die Mannschaft meines Vereins in der Bundesliga spielen, und einige von ihnen, die in meinem Haus waren, waren äußerst überrascht, dass ich kein Schachprofi war.

– Erzählen Sie uns von Ihrem Schachclub und dem Schachleben in Ihrer Stadt.

– Ich leite seit rund zwanzig Jahren einen Schachclub in der Kleinstadt Bad Königshofen mit rund fünftausend Einwohnern. Wir haben viele Leute, die Schach lieben, und wie ich bereits sagte, bringen wir jedes Jahr die Damenmannschaft des Vereins in die Bundesliga. Viele Schachspieler aus Russland spielen für unseren Verein, und zweimal haben wir den ersten Platz belegt, einschließlich 2019. Übrigens hat mein Freund Anatoly Karpov 2014 meinen Verein besucht und eine eigene Filiale einer Schachschule eröffnet, in der derzeit etwa 25 Personen studieren.
Jedes Jahr im Mai und Juni organisieren wir das Crazy Chess Turnier in Bad Königshofen! Vier Tage lang kommen Schachspieler mit dem Titel zu uns und wir veranstalten ungewöhnliche Turniere: Blitz im Pool, schwedisches Schach, Fischerschach und andere. Ich denke, nirgendwo auf der Welt finden so lustige Schachwettbewerbe statt! (lacht)

– Was haben Sie in diesen Tagen in Moskau vor? Vielleicht haben Sie einen Lieblingsort in unserer Stadt?

– In der Tat ist mein Zeitplan bereits vollständig geplant. Ich habe viele Treffen geplant, auch mit den Mädchen aus meinem Team – Valentina Gunina und Olga Girya. Und so gehe ich in Moskau natürlich den Roten Platz entlang, manchmal gehe ich zum Zentralhaus des Schachspielers, um Blitz zu spielen.

– Danke für das Gespräch! Wir freuen uns, Sie bei den Moscow Open wiederzusehen.

Interview geführt von Eldar Mukhametov und Alina Bivol (Aus dem Russischen übersetzt mit Google) 28. Januar: Jetzt auch in Englisch

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