Die ersten Schachclubs

1 Antwort

  1. Werner Berger sagt:

    Die in dem Beitrag wiedergegebene Partie Dufresne-von der Lasa ist nicht “ca. 1848” gespielt worden, sondern 1857, als “der Legationsrath v. Heydebrandt und der Lasa die Berliner Schachgesellschaft mit einem längeren Besuche” beehrte (“Schachzeitung” 1857, S. 135); sie wurde in der “Schachzeitung” 1857 auf den Seiten 138-139 abgedruckt. Schulz nennt als Quelle die “Chessbase Mega 2020”, die sich wiederum auf Dufresnes Schachrubrik in der illustrierten Zeitschrift “Ueber Land und Meer” bezieht, wo die Partie nicht datiert ist.

    Der Beitrag zeigt, wie “Schachkultur” gerade NICHT betrieben werden sollte: eine Partie wird aus einer Datenbank zitiert, deren Ungenauigkeit in Detailfragen allgemein bekannt ist. Eine ergänzende Literaturrecherche wird NICHT durchgeführt – mich hat es gerade einmal fünf Minuten gekostet, die Partie in der “Schachzeitung” aufzufinden -, so dass eine Falschangabe munter weiterverbreitet wird. Dem Amtsvorgänger von Schulz, Herrn Dr. Michael Negele, wäre ein solcher Lapsus gewiss nicht unterlaufen. Im übrigen erscheint es fragwürdig, dass ein Funktionsträger des Deutschen Schachbundes seine ehrenamtliche Tätigkeit dazu benutzt, für ein Produkt seines Arbeitgebers Schleichwerbung zu betreiben. Man sollte meinen, dass im DSB spätestens nach der Causa Jordan so etwas wie Compliancekultur aufgebaut worden wäre.