Juni 25, 2024

Schachkultur gestalten

Erdenebayar Bayansan/Pixabay

Wenn ein Spiel über 1500 Jahre lang gespielt wird, sich über die ganze Welt verbreitet und immer mehr Menschen begeistert, dann muss das ein ganz besonderes Spiel sein – und das ist das Schachspiel auch.

Über die Besonderheiten und Vorzüge des Schachspiels ist an vielen Stellen schon ausführlich berichtet worden. Während andere Spiele längst als langweilig oder „gelöst“ in Vergessenheit geraten sind, wird Schach immer mehr und auch immer besser gespielt. Trotz der immer tiefer in das Wesen des Schachs eindringenden Computerprogramme bleibt das Spiel voller Rätsel, die noch gelöst werden müssen. Das Knacken dieser intellektuellen Nüsse macht einfach Spaß. Und wenn man eines dieser Rätsel, die das Schach oder der Gegenspieler einem stellt, nicht lösen kann, dann kann man es vielleicht beim nächsten Mal. Schließlich hat man etwas dazu gelernt. Dazu passt ein berühmtes Zitat von Samuel Beckett: „Ever tried. Ever Failed. No Matter. Try again. Fail better.“ („Jemals versucht. Jemals gescheitert. Ganz gleich. Versuch es noch einmal. Besser scheitern.“) Samuel Beckett war ein begeisterter Schachliebhaber und hatte eine ansehnliche Schachbibliothek. In seiner Zeit in Paris spielte er gelegentlich mit Marcel Duchamp. Das Stück „Fin de Partie“ ist von Beckett nach dem Vorbild eines Endspiels im Schach geschrieben worden. Beckett war bei Weitem nicht der einzige Künstler, den das Schachspiel zu künstlerischem Schaffen inspiriert hat.

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