April 13, 2024

Indische Triumphe bei den beiden Weihnachts-Turnieren in Zürich und Basel

Markus Angst Die beiden Schweizer Festtags-Turniere waren fest in indischer Hand. Das Meisterturnier des Zürcher Weihnachts-Opens entschied GM Krishnan Sasikiran (42) für sich. Das Master Open des Christmas Festivals in Basel gewann GM Narayanan Rajeshwari Vignesh (25).

Die beiden Schweizer Festtags-Turniere sahen zwei Inder als Sieger. Das Zürcher Weihnachts-Open gewann GM Krishnan Sasikiran (links), das Christmas Festival in Basel GM Narayanan Rajeshwari Vignesh.

Das von 60 Spieler(inne)n bestrittene Zürcher Meisterturnier war eine ganz enge Kiste. Der als Nummer 2 gestartete Krishnan Sasikiran wies ebenso 5½ Punkte aus sieben Runden auf wie GM Eltaj Safarli (Aser/Nr. 1) und GM Panneerselvam Iniyan (Ind/Nr. 4), hatte aber einen halben Buchholz-Punkt mehr auf seinem Konto.

Weil Safarli und Iniyan buchholz-gleich waren, landeten sie ex-aequo auf Platz 2. Die drei Erstplatzierten spielten neben vier Siegen dreimal remis – darunter je zweimal in den direkten Duellen.

Bester Schweizer wurde IM Olivier Moor. Der für den SV Wollishofen spielende 47-jährige Thalwiler kam als Startnummer 11 auf den ausgezeichneten 7. Rang. Er war ausser Safarli und Iniyan der Einzige, der dem Turniersieger ein Remis abknöpfte. Im Schlussdurchgang stoppte Olivier Moor den nach sechs Runden sensationell auf dem 12. Rang liegenden 11-jährigen Jan Saminskij (Zürich/Startnummer 60!). Der Schweizer U12-Meister von 2022 schlug neben einem 2100er auch noch zwei 2000er.

Das Allgemeine Turnier wurde eine sichere Beute von Sebastian Kraus, der als Einziger der 177 Spieler(innen) 6½ Punkte aus sieben Runden holte. Hinter dem als Nummer 4 gesetzten 28-jährigen Deutschen sorgten die als Nummer 28 und 24 gestarteten, aus Oetwil a.d.L. stammenden und für Chess4Kids spielenden 14-jährigen Breyer-Zwillinge mit je 6 Punkten für Aufsehen. Philippe wurde Zweiter, Thierry Vierter. Dazwischen sicherte sich der Routinier Reto Bürge (Winterthur) Platz 3.

Das Hobbyturnier (66 Teilnehmer[innen]) gewann Maciej Kwiatkowski (Suhr/7 aus 7) vor Dario Despotovic (Bubikon/6) und Michel Moschen (Winterthur/5½). Das Blitzturnier sah GM Eltaj Safarli (Aser/8 aus 9) vor IM Ferenc Langheinrich (D/7) und dem als Startnummer 25 überraschenden titellosen Magnus Müller (D/7) als Sieger.

Solosieger in Basel

Während in Zürich die Buchholz-Punkte um den Turniersieg entscheiden mussten, liess sich GM Narayanan Rajeshwari Vignesh in Basel mit 7 aus 9 als Solosieger feiern. Er gewann das Master Open mit einem halben Punkt Vorsprung auf FM Gabriele Lumachi (It), GM Boris Schatalbaschew (Dä) und FM Enis Zuferi (D). Die beiden Erstplatzierten blieben ungeschlagen, der Dritte und Vierte verloren jeweils eine Partie.

Bester Schweizer war auch in Basel ein Spieler aus der Nationalliga-A-Mannschaft des SV Wollishofen. Fabian Frey (Hünenberg See) kam als Startnummer 16 auf den exzellenten 9. Rang. Der aus dem Schachclub Cham stammende 20-jährige Innerschweizer verlor keine einzige Partie. Er gewann die Runden 6 bis 8 und remisierte sechsmal – darunter im Schlussdurchgang gegen den zweitplatzierten Lumachi.

Das Experts Open (138 Teilnehmer[innen]) sah in den Top 6 eine Mischung von je drei alten Hasen und hoffnungsvollen Nachwuchsspielern. Die Routiniers FM Sergejs Gromovs (It/6½ aus 7), Walter Kassel (Ö/6) und Claudio Boschetti (Melano/6) landeten auf den Rängen 1, 3 und 5. Die Youngsters Dimitri Aeschbacher (in Frankreich lebender 11-jähriger Schweizer/6), Nicolas Bourg (Lux/15-jährig/6) und Gabriel Fernandez Barbosa Dos Santos (Moutier/16-jährig/5½) landeten auf den Plätzen 2, 4 und 6.

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