Dezember 3, 2021

Philosophie Schach: die hohe Schule des Täuschens

Ist beim Schach letztlich alles eine Frage der Berechnung? Oder kann auch Intuition zum Sieg führen? Diesen Fragen widmen sich die Gäste Denis Grozdanovitch und Marie Sebag.

Schachspielen – täuschen ohne zu lügen? Die Spielerinnen und Spieler versuchen, ihr Gegenüber in die Irre zu führen, es zu überlisten und zu überraschen. Doch nichts geschieht im Verborgenen: Jeder Schachzug ist sichtbar, es gibt keine Geheimnisse oder Lügen. Sind die Spielenden also ihr eigener Feind?

Schach bietet unbegrenzte Möglichkeiten auf begrenztem Raum. Zwar ist die Anzahl der Felder immer die gleiche (64) und auch die der Figuren ändert sich nicht (32), doch für die einzelnen Schachzüge gibt es unendlich viele Optionen. Die Überlegenheit des Computers gegenüber dem Menschen überrascht da weig. Ist beim Schach letztlich alles eine Frage der Berechnung? Oder kann auch Intuition zum Sieg führen? Diesen Fragen widmen sich die Gäste Denis Grozdanovitch und Marie Sebag.

Der Schriftsteller Denis Grozdanovitch studierte an der Pariser Filmhochschule und war früher Leistungssportler. Wie der Titel seines neuen Romans „La vie rêvée du joueur d’échecs“ (2021) verdeutlicht, gilt seine große Leidenschaft außerdem dem Schach. In „Philosophie“ analysiert er knifflige Schachzüge oder stellt alte Meister und Meisterinnen vor.

Zudem wagt er eine Schachpartie gegen Marie Sebag, die nicht nur den Titel des „Internationalen Meisters“ trägt, sondern der auch als erste Französin der höchste internationale Schachtitel „Großmeister der Frauen“ verliehen wurde. Im Januar 2019 stand sie auf Platz 16 der Weltrangliste der Frauen und führte in Frankreich die Rangliste der Spielerinnen an und belegte Platz 34 der Gesamtrangliste.

Quelle: ARTE

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