Dezember 3, 2021

Viernheimer Frauenpower und wer in Solingen der Chef ist

Josefine Heinemann im Moment des Punktgewinns. | Foto: Johannes Winkler

Die Dresdner haben (zumindest bislang) Elisabeth Pähtz nicht an Bord. Und den Baden-Badenern scheint es nicht gelungen zu sein, Hou Yifan einzufliegen. In Abwesenheit der besten deutschen und der weltbesten Schachspielerin drohte die Endrunde in Berlin zur reinen Männergesellschaft zu verkommen. Aber dem hat der SC Viernheim jetzt einen Riegel vorgeschoben. In der elften Runde spielte für Viernheim erstmals Josefine Heinemann. Und wie!

Welches Gewicht das Wort des Bundesliga-Präsidenten Markus Schäfer in den Reihen seiner Solinger hat, offenbarte sich, als jetzt die Solinger gegen den, pardon, designierten Absteiger Aachener SV anzutreten hatten. In aller Deutlichkeit hatte Schäfer unlängst im Interview mit dieser Seite erklärt, es sei keine gute Idee, ihn einzusetzen, er habe ja seit eineinhalb Jahren keine Figur angefasst.

Solingens spielenden Kapitän Alexander Naumann interessieren solche Ansagen des Liga-Chefs nicht übermäßig, in Solingen ist Naumann der Chef. Nicht nur meldete er am siebten Brett den eingerosteten IM Markus Schäfer fürs Match gegen Aachen, Naumann trieb es noch bunter. Am achten Brett ließ er den Vereinsvorsitzenden Oliver Kniest spielen. Derart geschwächt, wären die gerade auf Rang vier der Tabelle gekletterten Solinger beinahe die erste Mannschaft geworden, die den Aachenern den längst wohlverdienten ersten Punkt gönnt.

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