Dezember 3, 2022

Feuertaufe fürs Flaggschiff

Mit dem Münchner Unternehmen Millennium schickt sich eine deutsche Firma an, auf dem wachsenden Markt der elektronischen Schachbretter mitzumischen. Die Münchner, bislang ausschließlich Entwickler von Schachcomputern, wollen eine neue Zielgruppe erschließen:

Schachspieler, die ihre Onlinepartien am Brett spielen möchten, und Veranstalter von Hybrid-Wettkämpfen. Einen solchen Wettkampf zwischen einem Münchner und einem Berliner Vereinsteam hat Millennium jetzt als ersten Härtetest für sein elektronisches Turnierbrett aus Holz ausgerichtet.

Die Dynamik auf dem Markt der E-Bretter hält an, seitdem das falsche Wunderbrett von Regium die Szene aufgescheucht und einen enormen Bedarf offenbart hat. Aber alle etablierten Hersteller haben festgestellt, dass ein Produkt wie das von Regium präsentierte nicht herstellbar ist, schon gar nicht zu einem vertretbaren Preis.

Neue Ideen und Ansätze sind gefragt – und die gibt es, nicht nur bei den Etablierten. Seit Monaten gehen immer neue Schach-Startups mit ihren Crowdfunding-Projekten an die Öffentlichkeit.

Das ChessUp-Brett. | via Bryght Labs

Das nächste Wunderbrett?

Jeff Wigh, Kopf hinter dem ChessUp-Projekt (siehe oben verlinkter Bericht), wollte ursprünglich moderate 30.000 Dollar einwerben, um seinen Prototyp in ein serienreifes Produkt zu verwandeln. Aus den 30.000 sind an die 2 Millionen geworden. Bis dahin war kein Schachprodukt beim Crowdfunding jemals annähernd so erfolgreich gewesen. Mittlerweile hat ChessUp unter anderem Levon Aronian als Berater und Botschafter gewonnen, und dank der gewaltigen Finanzspritze werden Features eingebaut, die bislang nicht geplant waren. Im Dezember 2021 soll das blinkende Plastikbrett ausgeliefert werden.

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