Dezember 2, 2022

SK König Tegel steigt in die Schachbundesliga auf

Interview mit dem Vorsitzenden Manfred Rausch

Am letzten Wochenende ist es dem SK König Tegel durch ein Unentschieden gegen den FC St. Pauli sowie einen Sieg gegen die zweite Mannschaft des Hamburger Schachklubs gelungen, den Aufstieg in die Schachbundesliga perfekt zu machen.

Anlässlich des Aufstieges von SK König Tegel haben wir ein kleines Interview mit dem Vorsitzenden Manfred Rausch gemacht. Das Gespräch hat Paul Meyer-Dunker geführt.


Lieber Manfred, herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg in die Schachbundesliga! Wie überraschend war dieser Aufstieg für euch oder war das ein Ziel, das ihr von Anfang an angepeilt hattet?

In jeder Saison die wir in der zweiten Bundesliga spielen, ist es unser Ziel wieder aufzusteigen. Nicht ohne Grund sind wir das, was man im Fußball z.B. als Fahrstuhlmannschaft bezeichnet.

Rekrutiert ihr euch überwiegend aus Berlinern oder auch noch anders?

Wir sind ein Team das überwiegend aus Berlinern besteht, das ist unsere Wurzel. Grundsätzlich kommt auch niemand ohne weiteres zu uns, weil wir dafür bekannt sind, dass wir an derselben Mannschaft festhalten.

Was unterscheidet von den meisten Bundesligisten, was macht euch besonders?

Bei uns stellt der Verein die Mannschaft auf und nicht die Sponsoren. Wir haben einen großen Zusammenhalt, da ein Großteil der Mannschaft bereits seit vielen Jahren zusammenspielt. Und ein schönes Beispiel noch ist folgendes: Nach jeder Saison, in der wir aus der Schachbundesliga absteigen, werde ich gefragt wer denn nun den Verein verlässt und nächste Saison nicht mehr bei uns spielt. Da ist es mir immer eine Freude sagen zu können: Keiner!

Was werden eure Ziele für die Bundesligasaison 2021/2022 sein?

Wir wollen gerne den Klassenerhalt schaffen, das haben wir in den 7 Jahren, in denen wir bisher in der Bundesliga waren, leider noch nicht geschafft.

Wie finanziert ihr euch?

Wir werden durch kleine Spenden aus dem Verein unterstützt. Ansonsten haben wir nicht solche Kosten durch Antrittsgelder wie andere Vereine und wir versuchen auch immer mal talentierte Spieler einzubinden.

Wie wirkt sich die Corona Situation auf euch aus?

Schlimm. In der ersten Mannschaft war die Motivation bis zum Ende hoch, da man auf dem ersten Platz stand. Aber ansonsten ist das Vereinsleben leider vollständig zum Erliegen gekommen. Wir haben bis vor kurzem unsere Räumlichkeiten nicht zur Verfügung gehabt, was es natürlich schwer macht.

Vielen Dank für das Gespräch, bleibt gesund und alles Gute für die Rückkehr in den regulären Spielbetrieb sowie die kommende Saison!

Quelle: Berliner Schachverband

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