September 18, 2021

Wenn beide gewinnen müssen: Deutsche Meisterschaft, letzte Runde, erstes Brett

Was war mit dir los?“ Diese Frage durfte ich nach der Startrunde der diesjährigen Deutschen Einzelmeisterschaft vielen Schachfreunden beantworten, sowohl digital als auch dem einen oder anderen Teilnehmer vor Ort. Trotz eines Elo-Plus‘ von knapp 300 Punkten hatte ich gegen Dominik Laux (Jahrgang 2006) Schiffbruch erlitten und nur wegen der jugendlichen Unerfahrenheit meines Gegners ein Remis erschwindeln können. Was für ein Einstand mit den weißen Steinen nach knapp einem Jahr ohne klassische Turnierpartie!

Der eine, Georg Braun, muss gewinnen, um die ersehnte IM-Norm zu schaffen, der andere, Frederik Svane, muss gewinnen, um Deutscher Meister zu werden. Das war die zugespitzte Konstellation in der letzten Runde am ersten Brett der Deutschen Meisterschaft. Exklusiv für die Perlen vom Bodensee kommentiert Georg Braun diese Partie, die nach einem Kampf auf Messers Schneide unentschieden endete – eine Niederlage für beide Spieler. | Foto: Arne Jachmann/Schachbund

Früh zeichnete sich ab, dass die diesjährige Deutsche Einzelmeisterschaft zu einem Festspiel der jungen Nachwuchstalente werden könnte. U16-Weltmeister Frederik Svane ging erstmals nach fünf Runden mit einem Sieg gegen Jonas Rosner mit einem halben Zähler in Führung. Nicht wenige erwarteten, dass wie im Vorjahr ein junger Spieler das Turnier gewinnen würde (damals war es Luis Engel). Auch beim Württemberger Tobias Kölle, wie Frederik Svane Jahrgang 2004, deutete sich nach wenigen Runden ein sehr gutes Turnierergebnis an.

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