Juni 18, 2021

Letzte Abzweigung zur Gemeinsamkeit

Foto: Frank Hoppe/Deutscher Schachbund

Fast bis zum bitteren Ende habe ich am Wochenende an der online durchgeführten Mitgliederversammlung der Deutschen Schachjugend teilgenommen. „Schreckliche“ Sitzungen habe ich schon oft erlebt. Seit Sonntag habe ich eine neue Nummer eins auf dieser unnötigen Liste.

Noch im vergangenen Frühjahr in Freiburg erlebte ich die DSJ so, wie ich sie kennen- und vor allem schätzen gelernt habe: kreativ, aktiv und Inhalte diskutierend. Seinerzeit ist mir kein anderer Vertreter eines Landesverbands aufgefallen, der sich für die Arbeit der DSJ interessierte. Vermutlich war ich der einzige. Und nach diesem Wochenende habe ich Anlass, ketzerisch festzustellen, dass das im Sinne der Schachjugend wahrscheinlich gut so war.

In diesem Jahr interessierten sich viele. Und wie. Der Landesverband, der die Eigenständigkeit seiner Schachjugend seit Jahren als Vorbild herausstellt, war sogar durch Präsident und Vizepräsident des Verbandes der „Großen“ mit Stimmrecht vertreten. Irgendwie nicht mein Humor!

Und sie haben mit anderen „Erwachsenen“ der Jugend dann mal gezeigt, was im Leben wirklich wichtig ist: Formalia, Verträge, nicht zu erteilende Entlastungen und ganz viele die Formalien betreffende Redebeiträge. Sechs Stunden für einen Kassenprüfbericht habe ich in 20 Jahren DSB noch nicht erlebt. Einer der jungen Vertreter sprach das nach endlosen Momenten auch an. Ich hoffe, dass er uns trotz seiner spürbaren Enttäuschung in der ehrenamtlichen Arbeit erhalten bleibt.

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