April 23, 2021

Wie mir Nigel Short und Peter Heine Nielsen erklärten, warum Wladimir Kramnik aufgegeben hat

Animiert von einem Tweet, beschäftigte sich Nigel Short kürzlich mit dem Ende seiner Partie gegen Wladimir Kramnik vom Max-Euwe-Memorial 1993 in Amsterdam. Kramnik hatte diese Partie verfrüht aufgegeben. Nur verfrüht oder gar zu unrecht, weil er gar nicht auf Verlust stand? In der Zeitschrift New in Chess hatte Short damals geschrieben, die Stellung sei bei beiderseits bestem Spiel wahrscheinlich für ihn gewonnen. 28 Jahre danach und viele Computergenerationen später revidiert der Vizeweltmeister von 1993 seine Einschätzung: „Die Schlussstellung scheint Remis zu sein“.

Beim Frühjahrsputz war mir eine schon leicht vergilbte Ausgabe der Zeitschrift SCHACH mit einem Artikel von Wladimir Kramnik über das Max-Euwe-Memorial in Amsterdam im Jahr 1993 in die Hände gefallen (Heft 07/1993). Kramnik war damals erst 17 Jahre alt. Ausführliche Turnierberichte wie diesen gab es vom späteren Weltmeister Kramnik danach eher selten, zumindest nicht in meinem bevorzugten Schachmagazin. Ich freute mich also, dass ich einen „wichtigen“ Anlass gefunden hatte, die Putztätigkeit zu unterbrechen und begann zu lesen.

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