Januar 21, 2022

Wirklichkeitsverweigerung und Gestaltungsfeindlichkeit

Die Website unseres Schachbunds hat sich in den vergangenen Monaten zunehmend zu einem Organ entwickelt, in dem sich die Führungsriege des Verbands die Wirklichkeit so zusammenschustert, wie es ihr gerade passt. Vizepräsident Hans-Jürgen Weyer war bislang weder im Zusammenhang mit der Website noch im Zusammenhang mit alternativen Wirklichkeiten auffällig geworden. Das hat sich jetzt beim Hauptausschuss geändert.

„Warum hortet unser Schachbund 700.000 Euro, Tendenz steigend?“ Diese Frage haben wir im Vorbericht zum Hauptausschuss gestellt. Im Kontext des gegenwärtigen Gestaltungsvakuums war sie gekennzeichnet als eine der zentralen Fragen rund ums organisierte Schach in Deutschland.

Für Schatzmeister Hans-Jürgen Weyer stellt sich diese Frage nicht. Via DSB-Website sagt er “…, dass die in der Öffentlichkeit kolportierten 700.000 Euro DSB-Rücklagen nicht der Wahrheit entsprächen. Diese sei deutlich niedriger und notwendig, um die ersten drei Monate eines Jahres bis zu den Mitgliedbeitragszahlungen zu überbrücken.“

Ignorieren wir die Grammatik, halten wir uns nicht lange an der Frechheit „kolportieren“ auf, fokussieren wir uns auf die von Weyer bemühte „Wahrheit“ und schauen uns die Entwicklung des DSB-Kontostands der vergangenen Jahre an:

01.01.2014: 169.581,53 €
01.01.2015: 236.131,51 €
31.12.2015: 307.265,11 €
31.12.2016: 410.535,92 €
31.12.2018: 541.374,88 €
31.12.2019: 536.377,07 €
30.06.2020: 689.200,06 €

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